Abiturient aus dem Erzbistum Bamberg entdeckt mit dem „Praktikum im Norden“ des Bonifatiuswerkes Norwegen
Manche Reisen verändern nicht nur den Blick auf andere Länder, sondern auch den auf das eigene Leben. Für 25 junge Erwachsene aus ganz Deutschland beginnt in diesem Sommer mit dem „Praktikum im Norden“ des Bonifatiuswerkes eine Reise, die weit mehr ist als ein Auslandsaufenthalt. Sie führt nach Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland, Island sowie nach Lettland und Estland – dorthin, wo sie in Kirchengemeinden, sozialen Einrichtungen, Schulen und Bildungszentren mitarbeiten, Verantwortung übernehmen und Menschen begegnen werden, die ihren weiteren Lebensweg prägen werden. Dabei lernen sie nicht nur neue Länder mit ihren jeweiligen Kulturen kennen, sondern auch eine Kirche, deren Mitglieder ihren Glauben in einer kleinen Minderheit lebt.
Aus dem Erzbistum Bamberg reist Jakob Schlüter am 4. August nach Norwegen. In der Pfarrei St. Paul im norwegischen Bergen wird der Haupteinsatzort für den Abiturienten aus Bamberg das katholische Gymnasium St. Paul im Stadtteil Florida sein. Hier hat er die Möglichkeit, sich mit seinen Fähigkeiten einzubringen. Er kann zum Beispiel im Unterricht assistieren, bei der Erstellung des Jahrbuches oder bei der Organisation des Schulalltages helfen. „Der Freiwilligendienst bietet mir eine besondere Möglichkeit, die Verbindung von sozialem und kirchlichem Engagement, interkulturellem Lernen und praktischer Mitarbeit in einer interessanten, aber mir bisher unbekannten Umgebung zu erfahren. Ich bin überzeugt, dass mir das Praktikum nicht nur wertvolle Einblicke in spannende Projekte im Norden Europas geben, sondern mich auch persönlich und beruflich nachhaltig prägen wird“, sagt der 19-Jährige.
Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen macht deutlich, dass die Freiwilligen nicht nur in andere Länder reisen, sondern zugleich Brücken zwischen Menschen und Kulturen bauen: „Wer sich auf den Weg macht, verändert nicht nur seinen Standort, sondern oft auch seine Haltung. Das ‚Praktikum im Norden‘ schafft Begegnungen über Länder- und Kulturgrenzen hinweg und zeigt, wie viel Menschen voneinander lernen können. Unser Freiwilligendienst ist eine Einladung, den eigenen Horizont zu weiten und Kirche als weltweite Gemeinschaft in ihrer Vielfältigkeit zu erleben. Gerade in einer Zeit gesellschaftlicher Spannungen sind solche Erfahrungen von unschätzbarem Wert.“
Während ihres Freiwilligendienstes werden die jungen Erwachsenen von Mentorinnen und Mentoren vor Ort begleitet und bleiben zugleich mit dem Bonifatiuswerk im Austausch. Das Programm wurde 2011 gestartet und ermöglicht jährlich mehr als 20 jungen Menschen zwischen 18 und 27 Jahren Auslandserfahrungen in Nordeuropa und dem Baltikum. Das „Praktikum im Norden“ ist ein Kooperationsprogramm zwischen dem Bonifatiuswerk und dem Newman-Institut im schwedischen Uppsala. Es kann als „Internationaler Jugendfreiwilligendienst“ (IJFD) anerkannt werden.
Bildunterzeile:
Jakob Schlüter (2.v.r.) freut sich auf seine Zeit im Ausland. Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen (r.) und Projektkoordinatorin Lidia Fioravanti (l.) und Projektreferentin Eva Berlage (2.v.l.) wünschen ihm alles Gute. (Foto: Hartmut Salzmann)

