– und warum am Ende vielleicht wieder Deutschland lacht
Es ist wieder soweit. Endlich. Vier Wochen lang werden Produktivität, Schlafrhythmus und familiäre Harmonie weltweit einer höheren Macht geopfert: dem Fußball. Die größte, bunteste und längste Weltmeisterschaft aller Zeiten hat begonnen. 48 Nationen, drei Gastgeberländer, 104 Spiele und Milliarden Experten auf dem heimischen Sofa. Willkommen zur WM 2026!
Die größte WM aller Zeiten
Wenn man FIFA-Präsidenten fragt, ist diese Weltmeisterschaft ungefähr das, was die Erfindung des Rades für die Menschheit war. Tatsächlich ist das Turnier größer denn je: Statt 32 treten nun 48 Mannschaften an. Gespielt werden 104 Partien – so viele wie noch nie. Wer Weltmeister werden will, muss sogar acht Spiele überstehen.
Das bedeutet mehr Fußball, mehr Überraschungen, mehr Nachspielzeit und vor allem mehr Gelegenheiten für Fans, den Satz zu sagen: „Die müssen wir eigentlich schlagen.“
Wer ist Favorit?
Die üblichen Verdächtigen stehen wieder ganz vorne.
Argentinien
Der Titelverteidiger reist mit dem Selbstverständnis einer Mannschaft an, die weiß, wie man große Turniere gewinnt. Die Südamerikaner verbinden technische Klasse mit einer beneidenswerten Fähigkeit, auch hässliche Spiele irgendwie 1:0 zu gewinnen.
Frankreich
Wenn man aus Versehen eine Mannschaft im Labor erschaffen würde, käme vermutlich Frankreich dabei heraus. Geschwindigkeit, Technik, Physis, Tiefe im Kader – alles vorhanden.
Spanien
Der Ball läuft, die Gegner laufen hinterher. Spanien spielt weiterhin Fußball wie ein Schachmeister, der nebenbei noch Jonglierweltmeister ist.
Brasilien
Der Rekordweltmeister ist immer Favorit. Punkt. Wer Brasilien abschreibt, glaubt vermutlich auch, dass man in der Nachspielzeit beruhigt auf die Toilette gehen kann.
Deutschland
Ja, wirklich.
Nach Jahren zwischen Selbstfindung, Neuaufbau und gelegentlichen Nervenzusammenbrüchen scheint wieder eine Generation heranzuwachsen, die Spaß macht. Jung, technisch stark und mit genug Talent, um jeden Gegner zu ärgern.
Und genau deshalb könnte Deutschland gefährlich werden.
Die große Unbekannte
Jede WM braucht ihre Überraschung.
Durch die Aufstockung auf 48 Teams sind diesmal mehr Außenseiter denn je dabei. Nationen, die früher schon an der Qualifikation scheiterten, stehen plötzlich auf der ganz großen Bühne. Das macht das Turnier unberechenbarer als jemals zuvor.
Vielleicht schreibt ein Debütant Geschichte.
Vielleicht erreicht ein Fußballzwerg das Viertelfinale.
Und vielleicht entdeckt Europa plötzlich einen Stürmer aus einem Land, das viele Fans erst einmal auf der Landkarte suchen müssen.
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