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Home»Top-News»Aktuell

Wissenschaftstag der Metropolregion zeigt, wie KI uns prägt

By Bernd Oelsner Aktuell Keine Kommentare6 Mins Read25. Juli 2026
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600 Besucher und Besucherinnen an der Ohm beim Wissenschaftstag / Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Wissenschaft: Innovationen sichtbar machen und Weg in die Anwendung ebnen / Wissenschaftsminister Blume: Event mit Signalwirkung über die Region hinaus

Der 19. Wissenschaftstag der Europäischen Metropolregion Nürnberg zog mit dem diesjährigen Motto „KI und Robotik – Mensch, Maschine, Möglichkeiten“ rund 600 Besucherinnen und Besucher an die Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm (Ohm). Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik tauschten sich über wissenschaftliche Trends, konkrete Anwendungen und gesellschaftliche Perspektiven von Künstlicher Intelligenz und Robotik aus.
Zum bereits dritten Mal veranstaltete das Forum Wissenschaft der Metropolregion den Wissenschaftstag in Nürnberg: dieses Mal in Kooperation von Ohm und Technischer Universität Nürnberg (UTN) als wissenschaftlichen Gastgebern sowie mit der Stadt Nürnberg als kommunaler Partnerin. „Als Gastgeber freuen wir uns, gemeinsam mit der UTN führende Köpfe aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zusammenzubringen“, sagte Ohm-Präsident Prof. Dr. Niels Oberbeck. „Unsere Hochschule steht für praxisnahe Forschung und enge Vernetzung in der Region – genau diese Stärken spiegeln sich hier wider. Der Wissenschaftstag bietet die ideale Plattform, um Innovationen in den Bereichen Künstliche Intelligenz und Robotik sichtbar zu machen und den Weg in die Anwendung zu ebnen.“
Zur Eröffnung richteten Marcus König, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, Prof. Dr. Niels Oberbeck und Prof. Dr. Alexander Martin, Gründungsvizepräsident der UTN, den Blick auf die Chancen von KI und Robotik für die Region. „Das Motto ‚KI und Robotik – Mensch, Maschine, Möglichkeiten‘ passt hervorragend zu Nürnberg. Als starker Wissenschafts- und Innovationsstandort schaffen wir beste Voraussetzungen, damit neue Technologien verantwortungsvoll entwickelt und erfolgreich in die Praxis gebracht werden. Mit unseren Hochschulen, Forschungseinrichtungen und innovativen Unternehmen leisten wir einen wichtigen Beitrag dazu, die Zukunft aktiv mitzugestalten und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Stadt und Region nachhaltig zu stärken“, betonte Marcus König, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg.
Einzigartige Verzahnung von Hochschulen, Forschung und Unternehmen
Wie eng anwendungsnahe Forschung, der Aufbau einer neuen Universität und die Innovationskraft des Standorts ineinandergreifen, zog sich als roter Faden durch ihre Beiträge. „Die Metropolregion Nürnberg ist exzellent in der KI aufgestellt. Ermöglicht wird dies durch die enge Zusammenarbeit der Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen. Gerade im Bereich Künstliche Intelligenz entstehen aus dieser Kooperation konkrete Projekte mit großer Wirkung für Wirtschaft und Gesellschaft. Dass wissenschaftliche Exzellenz hier an mehreren Institutionen zuhause ist, macht unsere Region zu einem der spannendsten Innovationsstandorte Deutschlands“, sagte Prof. Dr. Alexander Martin.
In ihren Grußworten ordneten Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume und Dr. Silke Launert, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, die Themen KI und Robotik als Schlüsselfelder für Innovation, Technologietransfer und die
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technologische Zukunftsfähigkeit von Land und Bund ein. „Fortschritt und Franken – das gehört schon lange untrennbar zusammen. Starke Hochschulen, smarte Unternehmen und ein selbstbewusste Metropolregion Nürnberg: Der Wissenschaftstag ist ein Event aus der Region für die Region – aber mit Signalwirkung weit über die Region hinaus. Vom Start-up-Gründer bis zum Spitzenforscher kommen hier Menschen zusammen, die nicht nörgeln, sondern machen. Und das ist heute wichtiger denn je. Unsere Welt erlebt gerade tektonische Verschiebungen. Robotik und KI sind eine Revolution. Für uns ist klar: Nur wenn wir bei dieser Entwicklung dabei sind und Schritt halten, sichern wir Wohlstand und Souveränität. Mit der Hightech Agenda Bayern investieren wir deshalb 5,5 Milliarden Euro in Talente, Technologie und Transfer. Wir machen aus Spitzenforschung neue Innovation – aus KI neue Industrie“, sagte Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume.
KI prägt die Produktion von morgen
In zwei Keynotes gingen die Referierenden anschließenden auf konkrete Anwendungsbereiche ein: Dr. Horst J. Kayser (Siemens AG, CEO Digital Industries Factory Automation) zeigte, wie physische KI die Fabrik von morgen prägt und Mensch und Maschine in der Produktion zusammenwirken. „Die Anforderungen an die industrielle Fertigung sind hoch. Nachhaltige Produktion, schnelle Reaktion auf sich ändernde Marktbedingungen bei anhaltendem Fachkräftemangel erfordern ein Umdenken. Die Fabrik der Zukunft, in der Maschinen den Menschen unterstützen, wird Arbeitsplätze sichern“, sagte Dr. Horst J. Kayser. Prof. Dr. Yasmin Mei-Yee Weiß (Ohm, Forschungsgebiet Künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt) beleuchtete, wie sich Kompetenzen im Beruf durch KI verschieben – und warum es künftig darauf ankommt, Technologie souverän zu nutzen, statt sie nur zu beherrschen. Spitzenkräfte der Zukunft, so ihre These, integrieren KI ganz selbstverständlich in ihre Arbeitsabläufe und Denkprozesse. Entscheidend werde eine „doppelte Teamfähigkeit“: die Fähigkeit, ebenso gut mit Menschen wie mit KI zusammenzuarbeiten.
Zum praktischen Werkzeug machen: Panel zu KI in der Praxis stößt auf großes Interesse
Am Nachmittag vertieften fünf parallele Fachpanels das Leitthema: von den Kompetenzen für die Arbeitswelt im KI-Zeitalter über humanoide Robotik und den Wandel der Medienbranche bis zur Medizin der Zukunft. Auf das größte Interesse stieß das Panel „Von der Datenflut zum Wissensvorsprung – KI in der Praxis“. Dass gerade dieses Thema den stärksten Zuspruch fand, spiegelt seine Bedeutung für die vielen mittelständischen Unternehmen der Region wider: wie sich KI jenseits des Hypes im Arbeitsalltag konkret einsetzen lässt. Anhand von Praxisprojekten aus dem Technologietransferzentrum „Digitale Intelligenz“ der Ohm, wurde greifbar, wie kleine und mittlere Unternehmen KI vom abstrakten Schlagwort zum praktischen Werkzeug machen – von der automatisierten Qualitätsprüfung bis zum Chatbot. Über alle Panels hinweg diskutierten Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft und dabei nicht nur technische Möglichkeiten, sondern auch die ethischen und gesellschaftlichen Fragen des Einsatzes von KI und Robotik.
Für einen stimmungsvollen Abschluss sorgte die Hochschule für Musik Nürnberg mit einer Improvisation aus Saxophon und Robo-Percussion – ein sinnbildliches Zusammenspiel von Mensch und Maschine.
Für Dr. Thomas Koch, Geschäftsführer der Europäischen Metropolregion Nürnberg, steht als Resümee des Wissenschaftstags fest: „Wir sind als Region deshalb ‚EU Innovation Valley‘ geworden, weil sich hier Wissenschaft und Wirtschaft hervorragend ergänzen. Dieses Prädikat der EU nun weiterzuentwickeln, ist unsere gemeinsame Aufgabe.“
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Veranstalter: Pressekontakt:
Europäische Metropolregion Nürnberg Europäische Metropolregion Nürnberg
Forum Wissenschaft Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Thomas Dreykorn Christian Hellermann/Johanna Husarek
Königsplatz 1, 90762 Fürth Theresienstraße 9, 90403 Nürnberg
Tel.: 0911 974-1894 Tel. 0911/231 10775, bzw. 0911/231 10514
wissenschaft@metropolregion.nuernberg.de presse@metropolregion.nuernberg.de
Über die Metropolregion Nürnberg Metropolregion Nürnberg, das sind 23 Landkreise und 11 kreisfreie Städte – vom thüringischen Landkreis Sonneberg im Norden bis zum Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen im Süden, vom Landkreis Kitzingen im Westen bis zum Landkreis Tirschenreuth im Osten. 3,6 Millionen Einwohner erwirtschaften ein Bruttoinlandsprodukt von 181 Milliarden Euro jährlich. Die Region ist aufgrund ihrer weit überdurchschnittlichen Innovationskraft EU Regional Innovation Valley. Eine große Stärke der Metropolregion Nürnberg ist ihre polyzentrale Struktur: Rund um die dicht besiedelte Städteachse Nürnberg-Fürth-Erlangen-Schwabach spannt sich ein enges Netz weiterer Zentren und starker Landkreise. Die Region bietet deshalb alle Möglichkeiten einer Metropole – jedoch ohne die negativen Effekte einer Megacity. Bezahlbarer Wohnraum, funktionierende Verkehrsinfrastruktur und eine niedrige Kriminalitätsrate macht die Metropolregion Nürnberg für Fachkräfte und deren Familien äußerst attraktiv. www.metropolregion.nuernberg.de

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