BOSS HOSS-Sänger Alec Völkel im Interview
HUK COBURG open-air-sommer: Mit neuer Scheibe und voller Power kommen „The Boss Hoss“ in die Kulturfabrik Cortendorf. Ein Interview mit Sänger Alec Völkel: „Ich sag‘ zu den Leuten, die unsere Musik nicht zu 100 Prozent mögen: Kommt zu unserer Show und Ihr geht mit ab.“
Diese Empfehlung kommt von einem, dessen Band seit Jahren mit Hits auf allen Radiosendern und in vielen Fernsehsendungen vertreten ist: The Boss Hoss. Die Country-Rocker aus Berlin ziehen wieder ihre Stiefel an, schmeißen die Harley, Trucks und Nightliner an und touren mit ihrem neuen Album „Back to the Boots“ durchs Land. Am Samstag, 20. Juni, kommen sie um 19:30 Uhr mit einer energiegeladenen Show, jeder Menge Flammenwerfer und Publikum-Surfen in die Kulturfabrik Cortendorf bei Coburg. Unmittelbar vor Tourstart stand Frontmann Alec Völkel zu einem Interview zur Verfügung.
WOBLA: Kannst Du Dich noch an die Show auf Schloss Eyrichshof erinnern?
Alec Völkel: Dunkel. Das Schloss habe ich noch vor Augen. Aber wir kommen so viel rum und geben jede Menge Konzerte, dass ich oft nicht mehr weiß, wie der Ort hieß, aber Bilder von der Location im Kopf habe.
Damals bist Du in der Menschenmenge untergetaucht. Gibt es wieder Crowdsurfing?
Auf jeden Fall. Crowdsurfing gehört dazu. Mich packt es jedes Mal. Wir sind eine Live-Band. Der Schlüssel zu Boss Hoss ist es, uns auf der Bühne zu erleben. Wir sind Musiker, weil wir auf die Bühne wollen. Da sind wir zu Hause und geben Gas. Bei jeder Show geht es darum, als wäre es die einzige auf der Welt.
Und die meiste Energie geht von Dir aus…
Naja, ich hab‘ halt kein Instrument. Das macht es mir ein bisschen leichter und ich kann über die Bühne fegen. Der Sascha (Vollmer) muss halt singen und Gitarre spielen. Der hat ein bisschen mehr auf der Uhr (grinst).
Bereitest Du Dich mit einem speziellen Programm auf eine Tour vor? Nach dem Konzert in Eyrichshof warst Du ja fix und fertig.
Das erfolgt hauptsächlich mental (lacht herzhaft). Ich nehme mir jedes Mal vor, vorab viel mehr Konditionstraining zu machen, damit es noch mehr flutscht. Aber wie es im Alltag so ist, klappt das nicht immer. Aber ich bringe eine Grundfitness mit, die taugt immer und es ist meistens so, dass nach zwei, drei Wochen – diesmal geht die Tour sogar über viereinhalb Monate – die Fitness automatisch hinzukommt. Das Hauptding ist nicht das Training oder ein Personaltrainer, sondern dass man Bock auf das hat, was man macht. Dann gibt man automatisch Vollgas.
Eure Besetzung ist seit Jahren stabil, die andere Jungs tauchen aber nur auf der Bühne auf. Woher kommt die Dominanz von Sascha und Dir?
Das ist so gewachsen. Wir sind die Günderväter, da gab’s noch keine Band. Wir hatten die Idee, die ersten Songs aufgenommen, das weitergesponnen, ausgeheckt und auf den Weg gebracht. Die anderen Jungs kamen dann dazu. Durch die Besonderheit, dass wir zwei Sänger sind, was sonst auch eher selten ist, sind wir die zwei Frontsäue. Und das ist damit auch medial automatisch genug. Da wir bei „The Voice“ über ein paar Jahre aufgetreten sind, waren wir die Gesichter von „Boss Hoss“ – wir sind Boss und Hoss, die die Nase vorne haben, obwohl auch noch eine Band dahinter steht. Sascha macht die Musik und ich das Artwork, wie Konzeptvideos und den ganzen Kram. Deswegen kam’s zu dem Sondermodell.
-RK
Karten für den Boss-Hoss-Gig in der Kulturfabrik Cortendorf bei Coburg gibt es unter Tel. 0951 / 23837 oder online unter kartenkiosk-bamberg.de.
Foto: © Sebastian-Balz

