Es brummt wieder mal auf der Kostenseite. Subventionen hier, Preisdeckel da, Sonderprämien dort. Ein Krieg ohne Bomben, aber mit Benzin im Blut und Heizöl im Portemonnaie. Es Schorschla ist ein Fan der selbstregulierenden Marktwirtschaft. Natürlich ist es schön, wenn Preise fallen oder zumindest einen Deckel erhalten und so das eigene Portmonnaie geschont wird. Aber ist das ein nachhaltiges System? Wer glaubt schon, dass Preise durch staatliche Eingriffe besser funktionieren als durch Angebot und Nachfrage?
Preise sind Botschafter der Knappheit, Informationsträger, die den Markt koordinieren. Wenn der Staat ständig eingreift, um künstlich ein bisschen Rückenwind für die nächste ach so wichtige Landtagswahl zu erzeugen, gewinnt niemand. Nein, schlimmer. Dann gibt es auf Dauer nur Verlierer. Wir müssen wegkommen von diesem Schlaraffenland-Modus, nachdem der Staat für jede Art von Zusatzkosten wieder ein neues Fördertöpfchen aufmacht. Ehrlich währt am längsten, hieß es zu Schorschlas Jugend. Über Jahre und Jahrzehnte kannte die Entwicklung des Lebensstandards nur eine Richtung. Nach oben. Das hat ein Ende. Ist nicht schön. Ist aber so, erklärte Herr Koch bei der Sendung mit der Maus. Das müssen wir auch mal akzeptieren.
Unsere Damen und Herren Politiker haben schon längst nicht mehr den Mut, ehrlich mit ihren Wählerinnen und Wählern zu kommunizieren. Stattdessen wird herumgedruckst, gelogen und nicht vorhandenes Geld mit viel Show und wenig Wirkung verteilt.
Wer wirklich Wohlstand schaffen will, muss den Preismechanismus nicht abschaffen, sondern intelligent gestalten. Staatliche Eingriffe, wenn sie zu weit gehen, lösen eine Spirale aus Verordnung, Bürokratie und Verzerrungen aus. Preissignale werden fragmentiert, Investitionen verzögern sich, und am Ende zahlt der Verbraucher erneut den Preis – diesmal in Form von weniger Auswahl, höheren Transaktionen und einem geringeren Tempo wirtschaftlicher Innovation.
Was bleibt also? Eine pragmatische Erkenntnis: Subventionen mögen kurzfristig helfen, aber langfristig braucht es Mechanismen, die den Markt arbeiten lassen und soziale Sicherheit schaffen. Eine Balance zwischen Marktwirtschaft und sozialer Absicherung. Eine Politik, die reguliert, ohne zu ersticken; investiert, ohne zu dirigieren; informiert, ohne zu bevormunden. Und eine ehrliche, sinnvolle, nachhaltige Politik.

