90 Meter Grenzmauer, rund 600 Meter Streckmetallzaun, ein 11 m hoher Beobachtungsturm – das kleine Dorf Mödlareuth am Tannbach im Landkreis Hof und im Saale-Orla-Kreis ermöglicht noch heute einen Blick auf den Eisernen Vorhang, der auf Befehl der Sowjetunion von der Sozialistischen Einheitspartei mitten durch Deutschland gezogen wurde. „Little Berlin“ hat ein US-Vizepräsident das Dorf bei seinem Besuch in den 1980er Jahren genannt, denn wie Berlin war der Ort durchschnitten – nur schon früher und radikaler. Ein Drittel der Bevölkerung lebte in Freiheit in Bayern, zwei Drittel in der SED-Diktatur. 1952 war der Eiserne Vorhang zunächst als übermannshoher Holz- bzw. Metallzaun niedergegangen – wie auf der gesamten Länge der innerdeutschen Grenze. 1961 wurde auch das Ventil Berlin verschlossen.
Über die Hintergründe und das Alltagsleben der Menschen diesseits- und jenseits der Mauer wird in dem völlig neu errichteten Museum informiert, dem Deutsch-Deutschen Museum, bei dessen Einweihung Bundespräsident Steinmeier im Oktober 2025 dabei war, die Dauerausstellung wurde am 9. November 2025 im Beisein von Bundeskulturstaatsministter Wolfram Weimer und der ersten frei gewählten Volkskammerpräsidentin der DDR, Dr. Sabine Bergmann-Pohl eröffnet. Großformatige Fotos, Dokumente und Exponate, darunter ein Flugzeug, mit dem eine Familie 1981 in die Bundesrepublik fliehen wollte, digitale Installationen und Virtual Realitiy erschließen diese Jahrzehnte, die durch die Friedliche Revolution der Menschen in der DDR und den Sturz der Mauer 1989 sowie die Wiedervereinigung 1990 beendet wurden. Und der Blick richtet sich auf die deutsche Geschichte, aber auch auf die der benachbarten Länder Bayern, Thüringen und Sachsen und auf die Leute in Mödlareuth.
Termin Samstag, 26. September 2026
Exkursionsleitung: Dr. Ludwig Unger
Abfahrt: 26. September 2026 um 7:45 Uhr Parkplatz Würzburger Straße / Babenbergerring, 7:50 Uhr P+R-Platz Heinrichsdamm, 7:55 Uhr Schönleinsplatz (Bushaltestelle vor der VR-Bank), 8:00 Uhr Ludwigstraße (Bushaltestelle vor dem ehemaligen Posthochhaus); Rückkehr gegen 18:00 Uhr
Kosten: 40,00 Euro (für Busfahrt, Eintritt und Führung); für Schüler und Studierende 30,00 Euro
Anmeldung über das Anmeldeformular auf der Webseite, telefonisch bei Josef Batz (Telefon: 0951 57486) und über die Volkshochschule Bamberg-Stadt. Mindestteilnehmerzahl 30 Personen
