17 Kirchenführerinnen und Kirchenführer bekommen von Generalvikar Kestel Zertifikat und Segen
Generalvikar Georg Kestel hat mit den Absolventinnen und Absolventen der Ausbildung zur Kirchenführerin bzw. zum Kirchenführer in der Krypta des Bamberger Doms einen Gottesdienst gefeiert. Er überreichte ihnen dabei ein Zertifikat und segnete sie für ihren Dienst. Damit sind die 17 Personen nun offiziell beauftragt, in Kirchen des Erzbistums Führungen anzubieten.
Die Kenntnisse, die dazu nötig sind, konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den letzten eineinhalb Jahren erwerben. Alle zwei Jahre beginnt im Erzbistum Bamberg ein Ausbildungskurs, der von Dr. Claudia Alraum, Referentin für Erwachsenenbildung, und Christian Kainzbauer-Wütig, Leiter der Hauptabteilung Außerschulische Bildung, verantwortet wird. Kainzbauer-Wütig nannte die Ausgebildeten einen „Schatz“ für die Kirchen vor Ort, der nicht hoch genug einzuschätzen sei. Angesichts der vielfältigen Funktionen, die ein Kirchengebäude habe – „Gottes Haus, Ort liturgischer Handlungen, Versammlungsfläche, für viele Menschen heutzutage aber auch zunächst beeindruckende Großbauten“ – sei eine Vermittlung nötig. „Nur so kann neben dem kulturellen und historischen Interesse, das viele Menschen Kirchen entgegenbringen, auch die Stein gewordene Frömmigkeitsgeschichte der vergangenen Jahrhunderte durchscheinen.“
Generalvikar Kestel ging in seiner Predigt ebenfalls auf die große Bedeutung ein, die die fachkundige Erschließung von Kirchengebäuden und ihren Ausstattungsgegenständen hat, und betonte, dass „durch die kostbaren Gegenstände die Kirchen gerade ein Bild Gottes sind“. Er wünschte für die Führungen stets interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer, „denen Sie die Schätze in unseren Kirchen und auch in unserer Kirche allgemein erschließen können.“
Ziel des Ausbildungskurses ist nicht nur die Vermittlung von kunstgeschichtlichem und theologischem Wissen. Als Kainzbauer-Wütig ab 2012 die schon seit 1996 angebotene Ausbildung grundlegend neu konzipierte und erweiterte, um sie an den Richtlinien des Bundesverbands Kirchenpädagogik e. V. auszurichten, kamen Methodik und Didaktik einer Kirchenführung und kirchenpädagogische Methoden hinzu. Rhetoriktraining, die Behandlung rechtlicher Fragestellungen, das Kennenlernen der passenden Öffentlichkeitsarbeit bei Führungen und einiges mehr sind seitdem ebenfalls Teil des Programms.
Nachdem die angehenden Kirchenführerinnen und Kirchenführer noch zwei Veranstaltungen aus einem umfangreichen Wahlbereich besucht haben, sind sie gut ausgestattet für die abschließende Prüfungsführung, die vom Leitungsteam und den anderen Auszubildenden besucht wird. Mit der Feier der Zertifikatsverleihung erfolgt dann schließlich die offizielle Beauftragung.
Anfang 2027 startet der nächste Ausbildungszyklus. Interessierte können sich per E-Mail unter erwachsenenbildung@erzbistum-bamberg.de melden und bei Bedarf dort auch noch weitere Informationen einholen.
Zum Bild:
Gruppenbild nach der Wort-Gottes-Feier mit Zertifikatsübergabe an die Kirchenführerinnen und Kirchenführer durch Generalvikar Georg Kestel in der Krypta des Bamberger Doms.
Foto: Pressestelle Erzbistum Bamberg/Christian Ganser

