Bei „Bamberg on tour“ wurden viele Fragen zum großen Kanalbauprojekt beantwortet
Zunächst noch wegen großer Hitze verschoben, herrschte am vergangenen Sonntag, 19. Juli, perfektes Radelwetter. Bei trockenen 22 Grad nahmen über 40 Teilnehmer das Angebot an, sich über den „Tiefensammler Bamberg-Ost“, das größte städtische Infrastrukturprojekt der nächsten Jahre, aus erster Hand zu informieren.
Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier auf dem Parkplatz am Margaretendamm, wo ein neues Pumpwerk entstehen wird, erfuhren die interessierten Bürgerinnen und Bürger zunächst Grundsätzliches. Mit dem Tiefensammler werden mehrere Ziele verfolgt: mehr Gewässerschutz durch den Entfall von Schmutzwasser-Einleitstellen in den Main-Donau-Kanal, eine höhere Leistungsfähigkeit der Entwässerung im Bamberger Osten und mehr Überflutungs- und Hochwasserschutz.
Knapp vier Kilometer lang
Der Bau des neuen Kanals verläuft auf einer Länge von knapp vier Kilometer weitgehend in der Tiefe mit Hilfe eines großen Bohrgerätes. Im Rahmen der Radtour fuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den gesamten Trassenverlauf ab. An allen Stellen, wo oberirdische Bautätigkeiten stattfinden werden, gab es einen kurzen Stopp mit Erläuterungen durch Baureferentin Annegret Michler und Markus Gajowski vom Ingenieurbüro Gajowski. Hier wurde auch die Möglichkeit, Fragen zu stellen, intensiv genutzt. Dabei standen vor allem Sorgen um Lärmbelastungen, Erschütterungen und Baustellenbeleuchtung im Winter im Vordergrund.
Gelegentliche Beeinträchtigungen durch Baugruben
Klar ist: Beim Bau des Tiefensammlers entstehen an mehreren Stellen Baugruben, die während der jeweiligen Bauphase zu zeitweisen Beeinträchtigungen führen können. Insbesondere in den ersten Bauabschnitten sind erhöhte Lärmentwicklungen durch Erdarbeiten den Einsatz von Baumaschinen sowie An- und Abtransport von Material möglich. Während des eigentlichen Tunnelvortriebs unter der Erde nehmen diese Belastungen in der Regel deutlich ab. „Ein Projekt in dieser Größenordnung lässt sich leider nicht völlig ohne Beeinträchtigungen umsetzen“, betonte die Baureferentin. „Uns ist es jedoch wichtig, transparent zu informieren, Fragen frühzeitig zu beantworten und die Belastungen so weit wie uns möglich zu reduzieren“, so Michler.
Nach zweieinhalb äußerst informativen Stunden endete die Tour dann im Bereich zwischen Geisfelder Straße und Moosstraße, wo der Tiefensammler zukünftig seinen Ausgangspunkt haben wird.
Die letzte „Bamberg on tour“ für diese Saison wird am 11. Oktober stattfinden. Dann geht es um das Thema „Smart City“.
Info
Infos und Grafiken zum Tiefensammler: www.stadt.bamberg.de/tiefensammler
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Foto: Stadt Bamberg, Gerhard Beck

