Zweckverband Gymnasien will auch für das kommende Schuljahr ausreichend Plätze für den Übertritt an die Gymnasien sicherstellen Das Schreiben des Kultusministeriums, in dem ein neues Gymnasium in Hirschaid nicht befürwortet wird, war an mehreren Stellen fehlerhaft. Deshalb wird es zu der Thematik ein Gespräch in München geben. Darüber informierten die Vorsitzenden des Zweckverbandes Gymnasien in Stadt und Landkreis Bamberg, Oberbürgermeister Andreas Starke und Landrat Johann Kalb, am Dienstagnachmittag die Mitglieder des Gremiums.
In der vergangenen Woche hatte das Kultusministerium mitgeteilt, dass ein neues Landkreisgymnasium nicht befürwortet wird, weil …
- es von einer anderen Prognose und niedrigeren Schülerzahlen ausgeht, als im Gutachten des Zweckverbandes ausgewiesen sind,
- das Gymnasium Fränkische Schweiz in Ebermannstadt gefährdet sein soll,
- ein Forchheimer Gymnasium Aufnahmekapazitäten haben soll.
Landrat Johann Kalb hatte in der Folge das Kultusministerium telefonisch auf diverse Fehler in deren Annahmen hingewiesen. „Da erwarte ich eine andere Qualität. Es geht hier um die Zukunft unserer Kinder.“ Die Verantwortlichen entschuldigten sich nun schriftlich und boten ein klärendes Gespräch in München an. „Hier gibt es nun Widersprüche zum ersten Schreiben. Wir werden deshalb alle kritischen Punkte nun intensiv beleuchten, um das Kultusministerium bei dem Gespräch von der Notwendigkeit eines neuen Gymnasiums in Hirschaid überzeugen zu können“, so der Vorsitzende des Zweckverbandes Gymnasien, Oberbürgermeister Andreas Starke und sein Stellvertreter, Landrat Johann Kalb.
Einig war sich das Gremium darüber, dass auch im kommenden Schuljahr ausreichend Plätze geschaffen werden sollen für diejenigen Schülerinnen und Schüler, die die Qualifikationen für Gymnasien erfüllen. Nicht sicherstellen kann man aufgrund der erwartet hohen Schülerzahl die Aufnahme am Wunsch-Gymnasium. Eine exakte Planung wird erst nach der Anmeldung in der ersten Maiwoche möglich sein. Um bis dahin flexibel zu bleiben, wird erst Anfang Mai entschieden, ob alle sechs derzeit freien Klassenräume in Modulbauweise am Dientzenhofer an die Stadt Bamberg zur Nutzung für die Heidelsteigschule vermietet werden können.
Auf Nachfrage widersprach die städtische Bildungsreferentin Gabriele Kepic einer Darstellung in den Medien, dass für das im September beginnende Schuljahr bei 799 Anmeldungen nur 696 Plätze zur Verfügung stehen würden. Diese Aussage sei so nie getroffen worden. Hierbei handele es sich um eine Prognose aus dem Jahr 2024, die aufgrund der sinkendenden Übertrittsquote revidiert wurde. Wichtig ist es, erstmal die Prognose des Gutachten SAGS zu evaluieren. „Ich kann nicht verstehen, dass hier mit falschen Informationen den Eltern und Kindern Angst gemacht wird“, erklärt Kepic. Unabhängig davon sind die Ablehnung des Antrages und die benötigten Plätze in den nächsten Jahren getrennt voneinander zu betrachten, da eine Fertigstellung eines neuen Gymnasiums nicht vor 2031/2032 erfolgen würde.
Zum Foto: „Wir sind gut aufgestellt und investieren ständig in unsere Gymnasien.“ Die Schulreferentin des Stadt Bamberg, Gabriele Kepic, und die Geschäftsbereichsleiterin des Landratsamtes Bamberg, Birgit Ramming-Scholz, dankten den scheidenden Vorsitzenden des Zweckverbandes Gymnasien Stadt und Landkreis Bamberg, Oberbürgermeister Andreas Starke und Landrat Johann Kalb, in den Räumen des Franz-Ludwig-Gymnasiums, in denen beide selbst die Schulbank gedrückt und Abitur gemacht hatten.
Foto: Landratsamt Bamberg, Förtsch

