Bei Traumwetter wurden am Montag auf der Anlage des TC Bamberg die Finalspiele der Qualifikation bei den ITF German Juniors ausgetragen. Dabei konnte der Rheinland-Pfälzer Jonathan Dazert seinen dritten Sieg einfahren und steht damit im Hauptfeld des ITF-Jungend-Weltranglistenturniers der Kategorie J300, das am Dienstag mit insgesamt sechs Spielerinnen und Spielern aus Bayern starten wird.
Nachdem sich Jonathan Dazert mit glatten Erfolgen gegen Johann Karpetta vom STC Oberland und den US-Amerikaner Sebastian Inaki Godoy in die Finalrunde der Qualifikation vorspielen konnte, sah er sich dort dem Australier Ethan Domingo gegenüber. Auch dort überzeugte der Rheinland-Pfälzer vom Start weg mit seinem offensiv ausgerichteten Spiel und konnte den ersten Durchgang für sich entscheiden. Im zweiten Satz fand sein 15-jähriger Gegner bessere Lösungen und konnte mit einer starken Schlussphase den Einzug in den Match-Tiebreak fixieren. Dort hatte aber der 18-jährige Dazert wieder das Momentum auf seiner Seite und triumphierte nach 1:48 Stunden mit 6:3, 4:6 und 10:5.
Nach dem Match kommentierte der zufriedene Sieger: „Drei Quali-Matches sind nie einfach, aber zum Glück konnte ich mich von Partie zu Partie steigern. Heute war es ein harter Fight, aber es ist mir gelungen, den Match-Tiebreak einfach Punkt für Punkt zu spielen, ohne über den Ausgang nachzudenken. Im Hauptfeld habe ich nun keinen so großen Druck mehr, möchte alles auf dem Platz lassen und so gut wie möglich spielen.“
Mihajloski muss kräftemäßig Tribut zollen
Den Einzug ins Hauptfeld verpasst hat dagegen Jordan Mihajloski vom Tennis-Verband Niederrhein. Nach einem souveränen Auftakterfolg gegen den Australier Sehun Park kämpfte sich der 18-Jährige gestern gegen den Dänen Carl Philip Bak Weller zu einem spektakulären Comeback-Erfolg im entscheidenden Match-Tiebreak, musste sich aber heute in der Finalrunde nach den beiden kraftraubenden Matches vom Vortag dem stark aufspielenden Schweizer Titus Cristea nach 75 Minuten mit 3:6, 2:6 glatt geschlagen geben.
Geznenge unterliegt topgesetzter Japanerin
Einen schweren Stand hatte Michelle Geznenge in der Finalrunde gegen die topgesetzte Japanerin Yui Komada. Nach einem Freilos zum Auftakt hatte sich die Hamburgerin souverän gegen Sienna Wabnitz vom Hessischen Tennis-Verband in zwei Sätzen behauptet, musste sich aber der grundsolide auftretenden Komada nach 65 Minuten deutlich mit 1:6 und 0:6 beugen. Dennoch durfte die 17-Jährige im Nachgang noch jubeln, da sie als Lucky Loserin ins Hauptfeld nachrückte.
Ausblick
Fortgesetzt werden die ITF German Juniors am Dienstag mit der 1. Runde des Hauptfelds im Einzel und Doppel. Angeführt wird dieses bei den Juniorinnen von Mariella Thamm aus Stuttgart, die sich 2024 im Hainpark bereits mit dem Doppel-Titel an der Seite von Sonja Zhenikhova krönen konnte, die wiederum im Jahr davor sensationell den Einzeltitel einfahren konnte. Bei den Junioren geht Vorjahresfinalist Tito Chavez aus Spanien als Top-Favorit ins Rennen. Auch insgesamt sechs Spielerinnen und Spieler aus Bayern werden am Start sein. Spielbeginn auf der Anlage des TC Bamberg ist um 9 Uhr.
Ergebnisse Finalrunde Qualifikation – Junioren:
Jonathan Dazert (TC RW Bad Ems/RPF) – Ethan Domingo (AUS) 6:3, 4:6, 10:5
Jordan Mihajloski (Club Raffelberg/TVN) – Titus Cristea (SUI) 3:6, 2:6
Thomas Krejci (CZE) – Aleksey Petushynskyy (UKR) 6:4, 6:2
Har Abir Sekhon (AUS) – Volodymyr Revenko (UKR) 7:6, 6:3
Jure Siftar (SLO) – Philip Niederle (AUT) 3:6, 7:6, 10:6
Tomas Dummer Macedo (BRA) – Sean Grosman (USA) 6:3, 6:4
Ergebnisse Finalrunde Qualifikation – Juniorinnen:
Michelle Geznenge (Der Club an der Alster/HAM) – Yui Komada (JPN) 1:6, 0:6
Viktoria Novakova (SVK) – Karina Kovalchuk (UKR) 6:2, 6:2
Gabriela Sulcova (CZE) – Alicia Taylor (RSA) 6:1, 1:6, 10:6
Ofir Manhard (ISR) – Marta Dudek (POL) 7:5, 6:3
Carla Giambelli (ITA) – Carla Vazquez Alcudia (ESP) 6:2, 6:4
Mariia Pryshchepa (UKR) – Valeria Garnevska (BUL) – 7:6, 2:6, 10:7
Foto: Jonathan Dazert

