Die Hitzewelle hat Europa fest im Griff. Nachdem in Spanien, Italien und Griechenland bereits Temperaturen von deutlich über 40 Grad gemessen wurden, erreicht die extreme Sommerluft nun auch Deutschland. Meteorologen erwarten für die kommenden Tage die bislang heißeste Phase des Jahres. In mehreren Regionen Bayerns könnten die Temperaturen bis an die 40-Grad-Marke heranreichen – auch in Bamberg wird mit außergewöhnlicher Hitze gerechnet.
Verantwortlich für die Entwicklung ist ein stabiles Hochdruckgebiet, das heiße Luftmassen aus dem Süden nach Mitteleuropa lenkt. Wettermodelle sehen insbesondere für Freitag und Samstag Höchstwerte zwischen 35 und 39 Grad. Lokal sind sogar 40 Grad nicht ausgeschlossen. Experten sprechen bereits von einer der stärksten Juni-Hitzewellen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.
Besonders belastend ist dabei nicht nur die Tageshitze. Auch nachts kühlen viele Orte kaum noch ab. Sogenannte „tropische Nächte“ mit Temperaturen über 20 Grad erschweren die Erholung des Körpers erheblich. Vor allem ältere Menschen, Kinder und Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind gefährdet. Krankenhäuser und Rettungsdienste rechnen daher mit einer erhöhten Zahl hitzebedingter Notfälle.
Hinzu kommen sehr hohe UV-Werte und eine steigende Waldbrandgefahr. Durch die anhaltende Trockenheit können bereits kleine Funken Brände auslösen. Behörden und Wetterdienste rufen deshalb zu besonderer Vorsicht auf.
So kommen Sie gut durch die Hitzetage
- Viel trinken
Mindestens zwei bis drei Liter Wasser oder ungesüßten Tee pro Tag aufnehmen. Wer schwitzt oder körperlich arbeitet, benötigt oft deutlich mehr Flüssigkeit. - Sonne meiden
Zwischen 11 und 17 Uhr sollte direkte Sonneneinstrahlung möglichst vermieden werden. In diesem Zeitraum ist die UV-Belastung am höchsten. - Wohnung kühl halten
Fenster nachts und in den frühen Morgenstunden öffnen, tagsüber schließen. Rollläden und Vorhänge helfen, die Räume vor dem Aufheizen zu schützen. - Leichte Kleidung tragen
Helle, luftige Stoffe aus Baumwolle oder Leinen unterstützen die natürliche Kühlung des Körpers. - Körperliche Anstrengungen reduzieren
Sport, Gartenarbeit oder andere belastende Tätigkeiten sollten möglichst auf die frühen Morgen- oder Abendstunden verlegt werden. - Auf die Ernährung achten
Leichte Mahlzeiten wie Salate, Obst und Gemüse belasten den Kreislauf weniger als schwere, fettige Speisen. - Auf Warnsignale achten
Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit oder starke Erschöpfung können Anzeichen einer Überhitzung sein. In solchen Fällen sofort Schatten aufsuchen, trinken und gegebenenfalls medizinische Hilfe holen.
Ob die magische 40-Grad-Marke tatsächlich fällt, wird sich erst am Wochenende zeigen. Sicher ist jedoch schon jetzt: Bamberg und ganz Nordbayern stehen vor außergewöhnlich heißen Tagen. Wer die wichtigsten Verhaltensregeln beachtet und ausreichend auf seinen Körper achtet, kann die Hitzewelle deutlich besser überstehen. Die Hoffnung auf Abkühlung richtet sich derzeit auf die nächste Wetterumstellung, die nach aktuellen Prognosen zum Ende des Wochenendes erste Gewitter und etwas kühlere Luft bringen könnte.
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