Besuch zum Bayerischen Tag der Ausbildung bei Reinfelder Bau in Oberhaid
Oberhaid. Zum Bayerischen Tag der Ausbildung heute (10.06.2026) haben die Bamberger Landtagsabgeordnete Staatsministerin a.D. Melanie Huml und Matthias Graßmann, Präsident der Handwerkskammer für Oberfranken, die Valentin Reinfelder Bau GmbH in Oberhaid besucht.
Im Mittelpunkt standen die Bedeutung der dualen Berufsausbildung, die Fachkräftesicherung im Handwerk und die Perspektiven für junge Menschen in regionalen Betrieben.
Beim Austausch mit Geschäftsleiter Hubert Reinfelder, Geschäftsführerin Pia Reinfelder, Verwaltungsleiter Silvio Reinfelder, Bürgermeister Carsten Joneitis, 3. Bürgermeister Ernst Ringel und CSU-Ortsvorsitzender Harald Krug wurde deutlich: Ausbildung ist für Handwerksbetriebe nicht nur eine Investition in den eigenen Betrieb, sondern auch in die Zukunft der Region.
„Gerade im Handwerk zeigt sich: Die duale Ausbildung ist ein starkes Fundament für beruflichen Erfolg, regionale Wertschöpfung und die Zukunft unserer Heimat. Deshalb ist es mir wichtig, vor Ort dazu ins Gespräch zu kommen. Der Tag der Ausbildung – heute in ganz Bayern – ist eine schöne Gelegenheit, die Leistung unserer Ausbildungsbetriebe sichtbar zu machen, jungen Menschen die Chancen einer Ausbildung aufzuzeigen und deutlich zu sagen: Handwerk ist Zukunft“, betont Melanie Huml.
Bayernweit gibt es aktuell 76.601 Berufsausbildungsstellen bei 56.046 Bewerberinnen und Bewerbern.
Ausbildung und Nachwuchsgewinnung – im Familienbetrieb Reinfelder Bau spielt das eine große Rolle. Hubert und Pia Reinfelder haben das Unternehmen seit 2003 gemeinsam geführt. Inzwischen schultern sie die Verantwortung zusammen mit ihren Söhnen Sandro und Silvio Reinfelder. Für die Familie ist klar: Auszubildende sind die Zukunft des Betriebs. Gute Arbeit könne nur mit guten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gelingen – und genau deshalb sei Ausbildung so wichtig.
Ein eindrucksvolles Beispiel dafür ist der 19-jährige Auszubildende Kevin Maier, der seit drei Jahren bei Reinfelder Bau arbeitet und kurz vor seiner Abschlussprüfung steht. Für ihn war die Ausbildung im Bauhandwerk genau die richtige Entscheidung. Besonders schätzt er den Zusammenhalt im Betrieb und die Unterstützung durch die Chefs. Auch seine berufliche Zukunft ist bereits geklärt: Kevin Meier hat seinen Arbeitsvertrag unterschrieben und bleibt dem Unternehmen treu.
„Dass Kevin Maier seine Ausbildung Spaß gemacht hat und er bleiben will, freut mich besonders. Sein Beispiel zeigt, worum es bei Ausbildung wirklich geht: um Chancen, Vertrauen und Perspektiven. Wenn ein junger Mensch sagt, dass er sich im Betrieb wohlfühlt, gut unterstützt wird und bleiben möchte, dann ist das ein starkes Zeichen – für den Betrieb, für das Handwerk und für unsere Region“, so Huml.
HWK-Präsident Matthias Graßmann machte deutlich, dass das Handwerk jungen Menschen viele Wege eröffnet. Eine Ausbildung sei keine Sackgasse, sondern ein starker Karriereeinstieg: vom Gesellenbrief über den Meisterbrief oder auch zu weiteren Bildungswegen, bis hin zur Selbstständigkeit. Gerade in Familienbetrieben könnten junge Menschen von Anfang an praktisch mitarbeiten und Verantwortung übernehmen.
Er unterstrich die zentrale Rolle des Handwerks für Wirtschaft und Gesellschaft. Das Handwerk sei das Rückgrat der deutschen Wirtschaft und biete jungen Menschen vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten.
Auch Bürgermeister Carsten Joneitis betonte, wie wichtig Ausbildungsbetriebe für eine Gemeinde wie Oberhaid sind. Junge Menschen bräuchten Perspektiven vor Ort. Wer in der Heimat einen guten Ausbildungsplatz finde, bleibe oft auch der Region verbunden – beruflich, persönlich und ehrenamtlich. Das sei wertvoll gerade auch für das gesellschaftliche Leben vor Ort.
Melanie Huml sieht darin eine zentrale Aufgabe für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft: „Wir müssen jungen Menschen wieder stärker zeigen, welche Chancen in einer Ausbildung stecken. Nicht jeder Weg muss über die Hochschule führen. Das Handwerk bietet sichere, sinnvolle und zukunftsfeste Berufe. Wer ein Handwerk lernt, hat etwas in der Hand – und kann darauf ein ganzes Berufsleben aufbauen.“
Der Besuch in Oberhaid machte deutlich: Die duale Ausbildung bleibt ein Schlüssel zur Fachkräftesicherung, für wirtschaftliche Stabilität und lebendige Regionen. Gerade in herausfordernden Zeiten brauchen junge Menschen Orientierung – und Betriebe, die bereit sind, auszubilden und Verantwortung zu übernehmen.

