Mit Frauenpower will die Bamberger CSU ihre Wirtschaftskompetenz ausbauen. Am Dienstagabend wurde die erfolgreiche Immobilienkauffrau Fiona Atay-Sandyk zur neuen Kreisvorsitzenden der Wirtschaftsvertretung der CSU, der Mittelstandsunion, gewählt. Sie folgt damit dem Einzelhändler Benedikt Feuerstake nach, der die Mittelstandsunion in den letzten Jahren erfolgreich geführt und sich aus beruflichen Gründen in das zweite Glied zurückgenommen hat. Feuerstake bleibt aber Vorsitzender der CSU Gaustadt und will in diesem wichtigen Stadtteil für Bamberg weiter als Ansprechpartner der CSU für Anliegen der Bürgerinnen und Bürger agieren. „Mit dieser dualen Weichenstellung in der Mittelstandsunion erweitern wir das wirtschaftspolitische Spektrum der CSU“, freute sich der Kreisvorsitzende der Bamberger Christsozialen, Prof. Dr. Gerhard Seitz. „Denn die Marke ‚Die Wirtschaftspartei‘ wollen wir uns von niemandem streitig machen lassen.“
Mit der selbstständigen Designerin Kathrin Rössner (Labeka) und der Einzelhändlerin Debora Matino (Macron) treten zwei weitere erfolgreiche Unternehmerinnen an die Seite von Benedikt Feuerstake als stellvertretende Kreisvorsitzende. Komplettiert wird das Quartett von dem Waldbewirtschafter und Rechtsanwalt Götz von Rotenhan. Kreisschatzmeister ist, wie bisher, Stefan Hipelius. „Damit sind drei der sechs Führungspositionen von erfolgreichen Frauen aus der Bamberger Wirtschaft besetzt“, freute sich die Bamberger Landtagsabgeordnete, Melanie Huml, die selbst die Erneuerung der CSU voranbringen möchte.
Die neue Vorsitzende legte in ihrer Vorstellungsrede dar, dass Bamberg nur dann in eine gute Zukunft geführt werden könne, wenn es der heimischen Wirtschaft gut gehe. Denn diese sorge nicht nur für Arbeitsplätze, sondern auch für die Steuereinnahmen, aus denen dann Investitionen in die Infrastruktur, die Bildung, die Kultur oder die Stadtgestaltung getätigt werden könnten. „Die Mittelstandsunion der CSU wird sich daher, wie bisher, aktiv in die Bamberger Kommunalpolitik einmischen und ihre Positionen deutlich machen,“ unterstrich Sandyk. Denn aufgrund der überbordenden Bürokratie, den hohen Energiepreisen, der unsicheren weltwirtschaftlichen Lage und der Befürchtung von weiteren Belastungen für die Wirtschaft durch die von der Bundespolitik angekündigten Reformen der Sozialsysteme sei diese so unsicher wie schon lange nicht mehr. Die Unternehmerin nannte als Beispiel die Berücksichtigung mittelständischer und wirtschaftlicher Interessen bei der Diskussion über den neuen Flächennutzungsplan für die Stadt Bamberg.
Die von Melanie Huml und Prof. Dr. Christian Lange geführte CSU-Stadtratsfraktion sieht Sandyk dabei als ersten Ansprechpartner der Mittelstandsunion. „Die CSU-Stadtratsfraktion hat bereits erste Positionierungen wie die für ein Gewerbegebiet auf dem Muna-Gelände im Bamberger Osten publiziuert. Weitere werden folgen“, sagte Sandyk. Sie freute sich darüber, dass mit dem niedergelassenen Arzt Stephan Mühlich ein Mitglied der CSU-Stadtratsfraktion in den Kreisvorstand eingezogen sei. Dadurch sei der „kurze Draht“ in die CSU-Stadtratsfraktion gewährleistet.
In den kommenden Monaten will die Mittelstandsunion gezielt um neue Mitglieder werben. „Denn der Bamberger Mittelstand braucht eine starke Stimme in der Stadtpolitik,“ sagte Sandyk. Die Vorsitzende zeigte sich optimistisch, dass die MU bald die „magische Grenze“ von 100 Mitgliedern knacken werde. „Gerade erfolgreiche Unternehmerinnen lade ich dazu ein, noch mehr Frauenpower in die CSU einzubringen. Denn wir wollen der Motor für wirtschaftliche Interessen in der CSU und in der gesamten Bamberger Kommunalpolitik sein“.

