















Die Kirche St. Otto in der Siechenstraße wurde von 1912 bis 1914 erbaut und zählt zu den prachtvollsten Kirchenbauten Bamberg aus „jüngerer Zeit“. Der Architekt Otto Orlando Kurz vermischte verschiedene Elemente der Baugeschichte zu einer stimmigen Gesamtkomposition. Die Grundstruktur, besonders in der Gestaltung der Anlage ist von der Romanik geprägt. Hingegen wurden Fenster und Decke im Stil der Gotik entworfen. Die Kirche erinnert somit von ihrem Erscheinungsbild stark an die historischen Kirchen von Bamberg. Der Halbturm soll dabei an die oftmals nicht vollendeten früheren Kirchenbauten erinnern.
Schon die prachtvolle Fassade versetzt die Besucher immer wieder ins Staunen. Dazu tragen zum einen die großen Reliefs aus Muschelkalk des heiligen Christopherus, der Mutter Maria und ein liegender Engel bei. An den Türmen finden sich Gargoyle, ebenso eine Ebene darunter rund um die Kircher herum. Durch ein säulengetragenes Vordach betritt man das Innere der Kirche.
Konzipiert wurde die Kirche St. Otto als dreischiffige Basilika. Nach einer gedrungenen Vorhalle öffnet sich das große Kirchenschiff. Sofort fällt die massive hölzerne Giebeldecke auf. Sie unterstreicht den Schiffscharakter und stellt einen imposanten Anblick dar. Zudem beeindruckt der Ruhrpoldinger Marmor. Viele Figuren sind aus diesem Material gefertigt worden. Das dunkle Rot dieser Steine zusammen mit der perfekt polierten Oberfläche haucht allem eine Spur von Leben ein. Neben dem Hauptschiff gliedern sich rechts und links ein niedrigeres Seitenschiff an, räumlich getrennt durch Säu-
lengänge. Hier wurden sowohl der Taufstein, als auch eine kleine Kapelle integriert. Am Ende der Seitenschiffe befindet sich jeweils ein Altar, geweiht dem Heiligen Heinrich und der Heiligen Kunigunde. Unser Tipp: Nutzen Sie doch die Kirchweih um einen Blick in diese außergewöhnliche
Kirche zu werfen!







