Ob Verpackungsrecycling funktioniert, hängt maßgeblich von der
richtigen Mülltrennung ab – und in Deutschland gibt es noch Verbesserungspotenzial.
Gemeinsam mit kommunalen Abfallberatungen, Entsorgungsunternehmen und großen
Handelsketten starten die dualen Systeme vom 6. bis 21. Juni 2026 mit der
bundesweiten Aktion „Deutschland trennt.“ die bislang größte Partneraktion für richtige
Mülltrennung in Deutschland.
Windeln, Staubsaugerbeutel, Batterien oder Lebensmittelreste: Rund 30 Prozent der in Gelben
Tonnen und Gelben Säcken gesammelten Abfälle gehören nicht dort hinein. Diese sogenannten
Fehlwürfe bremsen eine effiziente Kreislaufwirtschaft aus und führen zum Verlust wertvoller
Rohstoffe. Ursache sind häufig fehlendes Wissen oder längst widerlegte Mythen beispielsweise die
Annahme, Verpackungen würden nicht recycelt, sondern größtenteils verbrannt oder ins Ausland
exportiert. Das will die Aktion „Deutschland trennt.“ ändern. Mit der bundesweiten
Aufklärungsoffensive engagieren sich die dualen Systeme gemeinsam mit kommunalen
Abfallberatungen, Unternehmen der Abfall- und Entsorgungswirtschaft sowie führenden
Handelsunternehmen aus den Bereichen Lebensmittel, Baumarkt, Drogerie und Biohandel für mehr
und bessere Mülltrennung.
Aus recycelten Verpackungen entstehen in Deutschland jährlich rund vier Millionen Tonnen
Sekundärrohstoffe*. Sie sind eine wichtige Rohstoffquelle für die Herstellung neuer Verpackungen
und Produkte. „Deutschland trennt bereits, das Potenzial ist aber nicht ausgeschöpft. Vor
dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung von Kreislaufwirtschaft und
Ressourcenschutz wollen wir mit ‚Deutschland trennt.‘ möglichst viele Menschen
erreichen, informieren und motivieren, ihre Abfälle richtig zu trennen“, sagt Axel Subklew,
Sprecher der Initiative „Mülltrennung wirkt“. Die Initiative der dualen Systeme organisiert die
gemeinsame Aufklärungsaktion zentraler Akteure der Kreislaufwirtschaft in Deutschland.
Bundesweite Aufklärungstour: Bürgerdialog vor Ort
500 Live-Events, 20 Aufklärungs-Showtrucks, 16 Tage: Vom 6. bis 21. Juni 2026 ist die Aktion „Deutschland trennt.“ bundesweit in Städten und Gemeinden unterwegs. Wie trennt man Joghurtbecher richtig? Und muss dieser vorher ausgewaschen werden? Wohin entsorge ich Batterien und Akkus? Vor Ort beantworten Aktionsteams aus Spezialistinnen der kommunalen Abfallberatungen und der dualen Systeme sowohl lokale als auch grundsätzliche Fragen der Bürgerinnen zu richtiger Mülltrennung. Rund um die Showtrucks und aufmerksamkeitsstarke XXLVerpackungen laden sie Bürger*innen auf zentralen Plätzen zu Dialog und Mitmachaktionen mit ihrem Maskottchen TRENN-BÄR ein. Die Expertinnen der Abfallberatungen besuchen außerdem Kitas, Schulen und Unternehmen mit maßgeschneiderten Informations- und Lehrmaterialien der dualen Systeme. Als „Trennbotschafterinnen“ geben sie der Aktion vor Ort ein Gesicht, etwa auf Aktionsplakaten in der Stadt. Lokale Entsorgungsunternehmen ermöglichen Besucherinnen darüber hinaus Einblicke in die Praxis, beispielsweise mit Besuchen ihrer Sortieranlagen. Alle teilnehmenden Kommunen und Termine der Aktion „Deutschland trennt.“ finden Sie auf der Aktionswebsite.
Handelspartner: Verantwortung am Point of Sale
Rund 8,4 Millionen Tonnen Verpackungsabfälle fielen 2023 bei privaten Endverbraucherinnen in
Deutschland an.2 In bundesweit rund 13.7003 Märkten engagieren sich die 13 Handelspartner der
Aktion „Deutschland trennt.“ direkt beim Einkauf für das korrekte Trennen gebrauchter
Verpackungen. Sie informieren ihre Kundinnen mit Plakaten, über ihre Social-Media-Kanäle, mit Einkaufsinformationen und Aktionen auf ihren Parkplätzen. Die überdimensionalen XXLVerpackungen zeigen Produkte ihrer Handelsmarken.
Breites Aktionsbündnis für mehr Kreislaufwirtschaft
Verbraucherinnen in Deutschland übernehmen eine zentrale Rolle für die Kreislaufwirtschaft: Je
mehr und je besser sie Abfälle trennen, desto effizienter ist das Recycling von Verpackungen.
Richtige Mülltrennung ist ein wesentlicher Baustein einer funktionierender Kreislaufwirtschaft. Ziel
der Aktion „Deutschland trennt.“ ist es, die Sammelmengen und -qualitäten gebrauchter
Verpackungen zu erhöhen und damit einen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz zu leisten. Die
2024 erstmals gestartete Partneraktion „Deutschland trennt.“ wird im Juni 2026 fortgesetzt.
Kommunen, Hersteller, Handel, Abfall- und Entsorgungswirtschaft sowie die dualen Systeme mit
ihrer Initiative „Mülltrennung wirkt“ informieren über richtige Mülltrennung und Recycling – bisher
jedoch meist einzeln. Mit der dialogorientierten Aufklärung vor Ort in kommunalen
Entsorgungsgebieten und in Partnermärkten will das Aktionsbündnis möglichst viele Menschen in
Deutschland erreichen.
*Quelle: Öko-Institut, Studie „Ökobilanz zu den Leistungen der dualen Systeme im Bereich des
Verpackungsrecyclings“, 2022

