Am Mittwoch, 10.06., hat Oberbürgermeister Sebastian Niedermaier (SPD) in einer Diskussionsrunde mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Bamberger Wirtschaft öffentlich erklärt, dass er „zu 90 Prozent davon aus[gehe], dass die Bundeswehr nach Bamberg kommt.“ Auf diese öffentliche Erklärung reagiert die CSU-Stadtratsfraktion nun mit einer klaren Unterstützung eines Bundeswehrstandortes Bamberg. „Wenn die Bundeswehr dauerhaft eine Einrichtung in Bamberg ansiedeln möchte, dann unterstützt die CSU-Stadtratsfraktion eine solche Ansiedlung“, sagte der Co-Vorsitzende der Fraktion, Prof. Dr. Christian Lange, in einer Pressemitteilung.
Aus Sicht der CSU-Stadtratsfraktion sprechen in erster Linie vier Gründe für eine Ansiedlung der Bundeswehr in Bamberg: Zum einen würde durch eine Präsenz der Bundeswehr an eine jahrhundertealte Tradition in Bamberg angeknüpft, die mit der Schließung des US-Standortes im Jahr 2014 weitgehend zu einem Ende gekommen sei. Zum anderen eröffneten sich Jugendlichen neue berufliche Perspektiven bei der Bundeswehr – „beispielsweise durch Ausbildungen im IT-Bereich, in der Mechatronik oder in der Zubereitung von Lebensmitteln“, hob der CSU-Kreisvorsitzende, Prof. Dr. Gerhard Seitz, hervor. Darüber hinaus „erhofft sich die CSU-Stadtratsfraktion von der Ansiedlung der Bundeswehr Aufträge für die heimische Wirtschaft – etwa für das Baugewerbe, für Metzger, Bäcker oder Dienstleister“, unterstrich Stadtrat Matthias Graßmann. Schließlich wäre die Entwicklung dringend benötigter neuer Gewerbeflächen auf dem Muna-Areal nicht gefährdet, wenn es, wie es der Oberbürgermeister angekündigt habe, gelänge, Synergieeffekte zwischen der Bundeswehr und der Bundespolizei zu nutzen. „Durch eine solche Kooperation zwischen Bundespolizei und Bundeswehr könnten beide Seiten profitieren; nämlich dann, wenn eine Zusammenarbeit mit der Bundeswehr auch neue Investitionen des Bundes bei der Bundespolizei auslösen würde“, meinte daher Stadtrat Stephan Mühlich.
„Wir werden uns daher überörtlich bei unserem Abgeordneten des Deutschen Bundestages, Thomas Silberhorn, als auch in der Bayerischen Staatsregierung für einen Bundeswehrstandort in Bamberg einsetzen“, erklärte abschließend die Bamberger Landtagsabgeordnete Melanie Huml, die zweite Co-Vorsitzende der CSU-Stadtratsfraktion. Aus diesem Grund hat Huml bereits am 20. Mai 2026 am so genannten „Standortdialog“ der Bundeswehr mitgewirkt, zu dem die Bayerischen Staatskanzlei eingeladen hat. „In dieser wichtigen Zukunftsentscheidung für unsere Stadt arbeiten wir gerne mit der Stadtspitze konstruktiv zusammen.“

