Mit großem Erfolg beendeten in dieser Woche insgesamt 20 Teilnehmende die krippenpädagogische Weiterbildungsmaßnahme des Diözesan-Caritasverbandes Bamberg e. V. Im Rahmen einer Abschlussfeier wurden die neuen Fachkräfte für Krippenpädagogik offiziell in ihre verantwortungsvolle Tätigkeit verabschiedet.
Weiterbildung genießt exzellenten Ruf
Die Weiterbildung zur Fachkraft für Krippenpädagogik, die im Jahr 2025/26 bereits zum 13. Mal stattfand, genießt weit über die Region hinaus einen sehr guten Ruf. Maßgeblich dazu beigetragen habe laut Ursula Kundmüller, stellvertretende Caritas-Direktorin und stellvertretende Vorständin des Diözesan-Caritasverbandes Bamberg (DiCV Bamberg), insbesondere die fachliche Kompetenz der langjährigen Dozentin Edeltraut Eisert-Melching.
Sehr erfreulich sei auch, dass alle Teilnehmenden die Prüfungen mit großem Erfolg abgeschlossen haben und dass das gute Image dieser sonst eher von Frauen dominierten Weiterbildungsmaßnahme zwischenzeitlich auch die Männer erreicht hat. Denn: Unter den Absolventinnen befand sich in diesem Jahrgang auch ein Absolvent.
Weit über ein Drittel der Kinder in Bayern nutzen Kindertagesbetreuung
Kundmüller würdigte das Engagement und die Leistungen der Teilnehmenden. In Ihrem Grußwort wies die stellvertretende Caritasdirektorin außerdem auf die hohe gesellschaftliche Bedeutung der Betreuung von Kindern unter drei Jahren hin. Sie habe in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Viele Eltern würden frühzeitig in den Beruf zurückkehren und seien daher auf verlässliche Betreuungsangebote angewiesen. Laut den Zahlen des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales würden inzwischen nahezu 40 Prozent der Kinder in Bayern eine Form der Kindertagesbetreuung nutzen. „Damit hat sich die Betreuung von Kleinkindern fest etabliert – verbunden mit vielfältigen Herausforderungen für Familien, Einrichtungen und Fachkräfte“, so Kundmüller.
Individuelle Bedürfnisse und Persönlichkeit der Kinder fördern
Gerade deshalb sei qualifiziertes pädagogisches Personal von großer Bedeutung. Insofern würde auch dieser Jahrgang sehnlichst von den Kinderkrippen in der Region erwartet. Für die Caritas stehe dabei stets die ganzheitliche Entwicklung des Kindes im Mittelpunkt. „Frühkindliche Pädagogik darf sich nicht ausschließlich an wirtschaftlichen Interessen orientieren. Sie muss vielmehr die individuellen Bedürfnisse und die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder fördern“, erklärte Kundmüller. In diesem Zusammenhang betonte die stellvertretende Chefin der Bamberger Caritas, dass die Entscheidung der Teilnehmenden für diese Weiterbildung ein klares Zeichen für ihr pädagogisches Verantwortungsbewusstsein sei. „Ihr Engagement zeigt, wie wichtig ihnen eine achtsame und qualitativ hochwertige Begleitung von Kindern in den ersten Lebensjahren ist.“
Umfangreiche Ausbildungsinhalte
Auch Madlen Höhn, Fachreferentin für Kindertagesstätten beim DiCV Bamberg, hob die Leistungen des jüngsten Abschlussjahrgangs hervor. Die Weiterbildung umfasse mehrere Lernmodule. Dazu zählen etwa frei wählbare Vertiefungen, Hospitationen in anderen Krippeneinrichtungen sowie ein praxisbezogenes Abschlussprojekt mit Projektpräsentation. Besonders die im Kolloquium vorgestellten Praxisprojekte hätten gezeigt, mit welch hoher Kreativität und Fachkompetenz die Teilnehmenden aktuelle Herausforderungen des Krippenalltags meistern. „Die Projekte verdeutlichen eindrucksvoll, wie wichtig den Absolventinnen und Absolventen das emotionale und körperliche Wohlbefinden der Kinder ist und wie bewusst sie eine förderliche Umgebung für deren Entwicklung gestalten möchten“, sagte Höhn.
Zum Abschluss der Veranstaltung überreichten Ursula Kundemüller, Madlen Höhn und Cornelia Gürth den Teilnehmenden ihre Zertifikate sowie als Zeichen der Anerkennung eine Rose. Das anschließende „Get-together“, zu dem Getränke und Snacks gereicht wurden, bot Gelegenheit zum Austausch und bildete auch in diesem Jahr einen gelungenen Abschluss der Weiterbildung.
Nächster Kurs startet im Juli 2026
Der nächste Kurs steht bereits in den Startblöcken. Er beginnt im Juli 2026 und es gibt noch freie Plätze. Der Kurs wird vom Erzbistum Bamberg gefördert. Weitere Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es auf dem Fortbildungsportal der Caritas caritas-fobi.de.
Bildunterschrift: Finde den Krippenpädagogen im Bild: Ursula Kundmüller (3. v. re.), Madlen Höhn (1. v. li.) und Cornelia Gürth (1. v. re.) sowie der Abschlussjahrgang Krippenpädagogik 2025/26 nach der Zeugnisübergabe. Foto: © DiCV Bamberg / E.-J. Zerbes

