Schülerin aus Bamberg wird Dritte bei landesweitem Plakatwettbewerb gegen Alkoholmissbrauch / DAK-Kampagne gegen das Rauschtrinken mit bundesweit 6.000 jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern
„bunt statt blau“: Unter diesem Motto haben sich bundesweit 6.000 Schülerinnen und Schüler am Plakatwettbewerb der DAK-Gesundheit gegen das sogenannte Rauschtrinken bei Jugendlichen beteiligt. Das drittbeste Plakat aus Bayern kommt von der 15-jährigen Leni Geister aus Bamberg. Sie wurde jetzt zusammen mit den weiteren Landessiegern in München geehrt. Bayerns Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention, Judith Gerlach, ist Schirmherrin des Wettbewerbs. Insgesamt reichten im Freistaat fast 1.500 junge Künstlerinnen und Künstler ihre Werke ein.
Die Drittplatzierte Leni Geister beschreibt ihre Zeichnung so: „Meine Leitidee war, dass ich den Prozess darstellen wollte, wie sich eine abhängige Person durch eine liebevolle und hoffnungsbringende Hand aus der Sucht befreien kann. Diese Idee habe ich schließlich versucht bildlich umzusetzen.“ Sie erklärt, sie wolle mit ihrem Plakat vermitteln, dass jeder den Weg aus der Sucht schaffen könne. Unabhängig davon, wie stark Alkohol oder andere Mittel einen festhielten, könne der eigene Wille stärker sein. Mit ihrem ausdrucksstarken Kunstwerk gewann die Schülerin des Maria-Ward Gymnasiums in Bamberg ein Preisgeld von 100 Euro.
„Die Botschaft des Plakates ist klar. Wer sich für die bunte Vielfalt des Lebens entscheidet, gewinnt. Die junge Künstlerin hat damit ein starkes Zeichen für eine bewusste Entscheidung und gegen Alkoholmissbrauch gesetzt“, unterstreicht Katja Link, stellvertretende Leiterin des Servicezentrum der DAK-Gesundheit in Bamberg.
Der Landessieg im Plakatwettbewerb ging an den 16-jährigen Jonathan Bahner aus Dillingen an der Donau. Den zweiten Platz belegte Nina Novodvorski aus Kempten. Für ihre Gemeinschaftsarbeit erhielten Franziska Sponsel, Sophie Tauber und Emma Benkert den Sonderpreis „Junge Talente“. Sie gehen in die siebte Klasse des St. Irmengard Gymnasiums in Garmisch-Partenkirchen.
Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin Judith Gerlach:
„Aus medizinischer Sicht ist klar: Es gibt keine risikofreie Menge an Alkohol. Für Kinder und Jugendliche gilt das in besonderem Maße, denn bereits kleine Mengen können gefährlich sein. Wir müssen deshalb ein stärkeres Bewusstsein für die Gefahren von Alkohol entwickeln und gezielt Jugendliche, aber auch ihre Eltern und die breite Öffentlichkeit erreichen. Der bundesweite Plakat-Wettbewerb der DAK-Gesundheit ‚bunt statt blau‘ leistet hierfür einen wichtigen Beitrag. Ich freue mich, in Bayern Schirmherrin zu sein. Erfreulich ist, dass der Alkoholkonsum vor allem bei Jugendlichen in Bayern in den vergangenen Jahren insgesamt zurückgegangen ist. Dasselbe gilt auch für die Zahl der Fälle, bei denen Jugendliche mit akuter Alkoholvergiftung stationär behandelt werden mussten. Das zeigt, dass Präventions- und Aufklärungsangebote wirken. Aber wir sind noch nicht am Ziel! Deshalb werden wir uns weiterhin dafür einsetzen, insbesondere den Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen einzudämmen. Mein herzlicher Dank geht an alle, die das Projekt unterstützen und weiterentwickeln. Besonders bedanke ich mich aber bei den jungen Künstlerinnen und Künstlern, die mit ihren kreativen und bunten Plakaten ein starkes Zeichen setzen und viele Mitschülerinnen und Mitschüler erreichen.“
Landesjury kürt die Besten
Die Landesjury hatte angesichts der Vielzahl hervorragender Kunstwerke eine schwere Entscheidung zu treffen. Ihr gehörten Hans Joachim von Zieten, Leiter der Jugendkunstakademie und der Freien Akademie München für anthroposophische Kunsttherapie, Dr. Andrea Bobersky aus dem Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention, Martin Mayr, stellvertretender Leiter der DAK-Landesvertretung Bayern, sowie Jennifer Hein, Landessiegerin 2015, an.
Im Mai wählt eine Bundesjury, bestehend aus dem Beauftragten der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Prof. Dr. Hendrik Streeck, dem DAK-Vorstandschef, Andreas Storm sowie den Expertinnen und Experten vom IFT-Nord, die Bundesgewinnerinnen und Bundesgewinner 2026. Die Bundessiegerehrung findet am 2. Juni in Berlin statt.
17 Jahre „bunt statt blau“
„bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ 2026 ist bereits die 17. Auflage des kreativen Plakatwettbewerbs. Insgesamt haben seit 2010 über 149.000 Schülerinnen und Schüler an der Aktion teilgenommen, die im Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung als beispielhafte Präventionskampagne genannt wird. Sie ist seit April 2010 von der Europäischen Kommission zertifiziert und erhielt zahlreiche Auszeichnungen.
Informationen zum Wettbewerb gibt es in allen Servicezentren der DAK-Gesundheit oder im Internet unter www.dak.de/buntstattblau.

