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BamLit-Geschäftsführer Wolfgang Heyder im Gespräch

BamLit-Geschäftsführer Wolfgang Heyder im Gespräch

Das 11. Bamberger Literaturfestival bietet literaturbegeisterten Erwachsenen seit dem 15. Januar ein buntes Potpourri an Lesungen, Vorträgen, Interviews und Events. Politik. Belletristik. Humor. Medizinisches. Nachdenkliches. Für jeden Geschmack ist etwas dabei.  Wolfgang Heyder als BamLit-Organisator und Geschäftsführer der Bamberger Literaturfestival UG war bei den meisten Veranstaltungen vor Ort und hatte auch direkten Kontakt zu den Autorinnen und Autoren. Im WOBLA-Gespräch blickte Heyder zurück auf die ersten rund 20 Events, erklärte die Philosophie dieses ursprünglich von Sams-Erfinder Paul Maar initiierte Festivals und verriet seine ganz persönlichen Höhepunkte des BamLit 2026.

WOBLA: Das BamLit 2026 ist in aller Munde, rund ein Drittel der Erwachsenen Lesungen sind schon wieder Geschichte. Was war für Sie persönlich bislang das Highlight und auf was freuen Sie sich unsere Leserinnen und Leser in den kommenden Tagen und Wochen noch besonders freuen?

Wolfgang Heyder: Ich bin begeistert über die Resonanz auf das Bamberger Literaturfestival 2026. Es sind schon fast 8000 Tickets verkauft, das ist toll und zeigt, wie wichtig den Menschen die gemeinschaftliche Diskussion und das Miteinander ist. Höhepunkte für mich waren bisher die Abende mit Joschka Fischer , Boris Palmer und Miro Nemec, sehr nahbare Autoren, die ihren Auftritt allesamt sehr wichtig nahmen.

Inzwischen ist das Bamberger Literaturfestival ein fester Begriff – auch weit über die  Grenzen Bambergs hinaus. Sie haben das Programm zusammengestellt und direkten Kontakt zu den Damen und Herren auf der Bühne. Wie ist das Feedback der Autorinnen und Autoren auf dieses Festival und kommen die prominenten Gäste immer wieder gern nach Bamberg?

Ohne Frage hat sich Bamberg als Standort für Literatur etabliert. Wir legen großen Wert auf eine gute Betreuung, unsere Schirmherren Tanja Kinkel und Nevel Cumart spielen hier eine ganz wichtige Rolle. So ist die Resonanz praktisch bei allen Lesungen hervorragend. Ein zentraler Faktor des Erfolgs: Wer liest schon gerne in halbleeren Sälen.

Die Formate und Lesungen sind ja total unterschiedlich: Hier ein Interview auf der Bühne, dort eine Lesung. Hier ein Vortrag über das Leben und die Weltpolitik, dort ein Konzert mit nachdenklichen Kommentaren. Macht es diese bunte Mischung aus, weshalb auch die Besucherzahlen von Jahr zu Jahr steigen?

Sicherlich ist die Vielseitigkeit der Themen ein weiterer Erfolgsfaktor für BamLit. Ziel ist es, jeden Abend unterschiedliche Publikumsschichten zu gewinnen und anzusprechen, was auch sehr gut gelingt. Eindeutig ist, dass die reine „Wasserglas-Lesung“ kaum mehr vorkommt.

Ein Schwerpunkt des BamLit sind seit der ersten Stunden die Kinderlesungen. Von Ende April bis Ende Mai finden über 50 Lesungen für Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen statt. Um die Welt der Bücher erlebbar zu machen und die Lesungen gut in den Schulalltag zu integrieren, kommen Autorinnen und Autoren aus ganz Deutschland in den Schulen erwartet, um die Schülerinnen und Schüler für das Lesen zu begeistern. Darüber hinaus sind auch Lesungen in Kindergärten sowie öffentliche Veranstaltungen. Wie wichtig ist Ihnen diese „Nachwuchsarbeit“ in Sachen Lesekompetenz?

Ohne Wenn und Aber sind die Kinderlesungen in der Stadt und im Landkreis ein hoher Wert dieses Literaturfestivals. Die über 50 Lesungen in Schulen, Kindergärten und Bibliotheken sind wertvolle Leseförderung in Zeiten der immer weiter fortschreitenden Digitalisierung. Die Nähe der Kinder zu den Autoren und die daraus entstehende Affinität  zum Buch kann nicht hoch genug bewertet werden.

Letzte Frage: Ein Festival wie das BamLit ist eine Mammutaufgabe. Zum einen in Sachen Organisation, zum anderen in Sachen Finanzierung. All das funktioniert nur mit viel Teamwork und der Unterstützung von Partnern aus der Region. Können Sie auch hierzu zur Halbzeit ein kurzes Fazit ziehen?

In der Tat ist die Finanzierung von BamLit Jahr für Jahr eine Riesenherausforderung. Rund 40 bis 45 Prozent der Kosten können durch Ticketeinahmen gedeckt werden. Dieses Ziel haben wir bereits erreicht. Zudem tragen über 40 Partner entscheidend zum Gesamtbudget von etwa 260.000 Euro bei. Ja, es gibt eine breite Unterstützung aus der Wirtschaft, der Stadt und dem Landkreis und wir sind sehr dankbar und stolz auf dieses wichtige und engagierte Netzwerk.

 

 

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