1.500 Euro Preisgeld für vorbildhafte Sanierungs- oder Neubauobjekte im Altstadtbereich
Die Arbeitsgemeinschaft Historische Städte schreibt in diesem Jahr erneut den Bauherrenpreis für „Hervorragende Sanierung oder Neubau im historischen Stadtkern in den Mitgliedsstädten“ aus. Bereits zum achten Mal werden damit beispielhafte Projekte gewürdigt, die einen qualitätsvollen Beitrag zur Weiterentwicklung historischer Stadtkerne leisten.
Auch in Bamberg sind private Bauherrinnen und Bauherren sowie öffentliche und private Institutionen zur Teilnahme aufgerufen, die im Zeitraum von 2022 bis 2026 innerhalb der historischen Altstadt eine Gebäudesanierung durchgeführt oder einen Neubau errichtet haben. Voraussetzung ist, dass die Maßnahme zum Zeitpunkt der Anmeldung abgeschlossen ist. Pro Teilnehmerin bzw. Teilnehmer können maximal zwei Arbeiten eingereicht werden. Einsendeschluss ist der 15. Juli 2026.
Ziel des Bauherrenpreises ist es, die Möglichkeiten einer qualitätsvollen Weiterentwicklung historischer Stadtkerne sichtbar zu machen und vorbildliche Lösungen auszuzeichnen. Maßgeblich für die Bewertung ist der Gesamteindruck des eingereichten Projekts im Hinblick auf seine Vorbildwirkung für das Bauen in der historischen Altstadt. Besondere Berücksichtigung finden dabei das Engagement der Bauherrschaft, der Beitrag zur funktionalen Stärkung der Altstadt, die architektonische oder bautechnische Lösung, die Antwort auf die Gebietsstruktur und stadträumliche Relevanz sowie innovative Eigentümer-, Nutzer- oder Realisierungsmodelle. Diese Kriterien knüpfen an die bisherige Ausrichtung des Wettbewerbs an.
Bewerben – so geht’s
Für die Teilnahme ist ein Poster im Format DIN A1 in dem von der Arbeitsgemeinschaft Historische Städte vorgegebenen Layout einzureichen. Zugelassen ist pro Wettbewerbsbeitrag jeweils ein Poster, das digital als PDF-Datei zur Verfügung gestellt werden soll. Ergänzend ist der Teilnahmebogen vollständig ausgefüllt und unterschrieben einzureichen. Die Unterlagen sollen das Projekt mit Plänen, Fotos, Illustrationen sowie kurzen textlichen und graphischen Erläuterungen anschaulich darstellen.
Die vollständigen Auslobungsunterlagen sollen im Zuge des Relaunchs der Website der Arbeitsgemeinschaft Historische Städte (www.ag-historische-staedte.de) voraussichtlich ab 20. April 2026 online zur Verfügung stehen. Bis dahin können Interessierte bei Rückfragen oder weiterem Informationsbedarf Kontakt mit dem Stadtplanungsamt Bamberg aufnehmen (stadtsanierung@stadt.bamberg.de).
In Bamberg werden ein Bauherrenpreis und zwei Anerkennungen vergeben. Insgesamt stehen hierfür 2.500 Euro Preisgeld zur Verfügung. Die Preisträgerin oder der Preisträger erhält 1.500 Euro, eine Bronzeplakette der Arbeitsgemeinschaft Historische Städte sowie eine Urkunde. Die beiden Anerkennungen sind mit jeweils 500 Euro dotiert. Öffentliche Institutionen erhalten die Plakette.
Wie in den Vorjahren entscheidet zunächst eine örtliche Jury über die Bamberger Beiträge. Sie wählt drei Objekte aus, die anschließend der Schlussjury der Arbeitsgemeinschaft Historische Städte vorgestellt werden. Diese tagt am 20. November 2026 im Rahmen der AG-Tagung in Stralsund. Die Preisverleihung erfolgt anschließend in der jeweiligen Mitgliedsstadt.
Bauherrenpreis – Die bisherigen Preisträger
1998: Kasernstraße 1, Palais Schrottenberg
2002: Hinterer Bach 5, Wohnhaus privat
2006: Willy-Lessing-Straße 7, Bamberger Synagoge
2010: Kleberstraße 20, Wohnhaus privat
2014: Brennerstraße 9, Fahrradparkhaus
2018: Unterer Kaulberg 20, Wohnhaus privat
2022: Concordiastraße 11, Wohngebäude privat
Zum Foto:
Der Riegelhof in der Concordiastraße – der Bamberger Preisträger aus dem Jahr 2022
(Quelle: Stadt Bamberg, Baureferat)

