+++ Starkregen, Böen und Hagel können für Schäden und brenzlige
Situationen sorgen +++ Das sollten Autofahrende im Falle eines
Sommergewitters beachten +++
Nordbayern. Aquaplaning ist mitunter die größte Gefahr bei heftigen Regenfällen,
besonders auf Strecken mit viel Schwerlastverkehr. Sobald sich Wasser in den
Spurrillen ansammelt und nicht mehr schnell genug ablaufen kann, können die
Reifen das Wasser bei hohen Geschwindigkeiten nicht mehr verdrängen. Die Folge:
Das Auto verliert den Kontakt zur Straße und beginnen zu schwimmen.
Autofahrende, die einen Wagen mit Automatikgetriebe besitzen, sollten darauf
achten, dass die Fahrstufe nicht gewechselt wird. Außerdem sollte der Fuß
behutsam vom Gas genommen werden, sodass keine Motorbremse erfolgt. Der
ADAC rät Autofahrern bei Regen besonders konzentriert und parallel zu den
Spurrillen zu fahren, die Geschwindigkeit zu reduzieren und abrupte Fahrmanöver
zu vermeiden.
Ist die Fahrbahn überschwemmt, sollten alle Autofahrerinnen und Autofahrer nicht
mit Schwung durch das tiefe Wasser fahren. Denn sobald Spritzwasser in den
Ansaugbereich des Motors gelingt, kann ein Motorschaden die Folge sein. Aus
diesem Grund sollte eine Straße mit erhöhtem Wasserpegel nur dann gequert
werden, wenn das Wasser maximal bis zur Unterkante der Stoßfänger reicht.
Bei Sommergewittern muss immer mit schlechter Sicht, Hagel und Windböen
gerechnet werden. Ein Blitzeinschlag ins Fahrzeug kommt dagegen äußerst selten
vor. Sollte es dennoch passieren, wirkt die Karosserie als sogenannter
„Faradayscher Käfig“ – dieser schützt die Insassen vor den gefährlichen Folgen eines
Blitzeinschlages. Sollte es zu einem Einschlag am eigenen Pkw kommen, können alle
Betroffenen das Fahrzeug bedenkenlos verlassen – vorausgesetzt, der Wagen ist
modern. Der Grund: Neuere Autos haben üblicherweise eine Kunststoffauskleidung
im Innenraum. Aber Vorsicht: Karosserie, Reifen und Elektronik können durch einen
Blitzeinschlag beschädigt werden und noch eine leichte Spannung aufweisen. Auch
bei einem Cabrio wirkt das Prinzip des Faradayschen Käfigs, dafür müssen aber
Verdeck und Fenster geschlossen bleiben. In fast allen Verdeck-Konstruktionen gibt
es Metallstangen, die einen Einschlag ableiten.
Wohnwagen bieten dagegen keinerlei Schutz vor Blitzen, da die Karosserien aus
glasfaserverstärktem Kunststoff bestehen. Im Ernstfall sollten die Insassen Zuflucht
in der Fahrerkabine suchen, diese leitet den Strom wie bei einem Pkw außen herum
ab.
Ein weiterer gefährlicher Aspekt bei Sommergewitter sind plötzliche Windstöße. Im
Falle eines Sturms sollten alle Autofahrenden ihre Geschwindigkeit reduzieren und
besonders aufmerksam fahren. Insbesondere nach dem Überholen großer
Fahrzeuge und auf Brücken muss mit Seitenwinden gerechnet werden. Umgestürzte
Bäume oder Äste auf der Straße bergen zusätzliches Gefahrenpotential.
Text: ADAC
