Mit einer öffentlichen Veranstaltung feierte der Stadtverband für Sport am vergangenen Freitag sein 75-jähriges Jubiläum. In der Kulturfabrik (KUFA) gab es unter der Moderation von Radio- Sportkommentator Robert Hatzold für die Gäste ein gut zweistündiges, kurzweiliges buntes Programm: Turneinlagen gab es von Kindern des MTV Bamberg. Der Taekwondo-Nachwuchs sowie die Erwachsenen der DJK Teutonia Gaustadt begeisterten die Gäste mit Kampfeinlagen, bei denen sie auch Bretter zerlegten. Neben dem Sport ging es auch um das Weltkulturerbe. In einem Vortrag von Armin Dusold, der ehemalige Hörfunksportreporter von Radio Bamberg studierte Kunstgeschichte und Europäische Ethnologie, ging es um den Zusammenhang von Weltkulturerbe und Sport. Vorstandsmitglied Siegfried Prell präsentierte die Chronik des Stadtverbandes und ging dabei in der Geschichte weit zurück. Für Musik sorgte die inklusive Percussion-Gruppe Hörsturz von der Lebenshilfe Bamberg. Dort machen Menschen mit und ohne Behinderung Musik und trommelten dabei kräftige Töne. „Wir sind ganz begeistert, dass der Sport so viele Menschen hier zusammengeführt hat. Und dass Bayerns Innenminister Joachim Herrmann unser Ehrengast ist, zeigt seine Verbundenheit mit dem Sport und mit den Sportlern. Der Stadtverband wird auch künftig das Ohr am Pulsschlag seiner Vereine haben und lautstark seine Stimme erheben, wenn es um die Interessen seiner Mitglieder geht“, sagte Wolfgang Reichmann. Der erste Vorsitzende des Stadtverbandes zollte zudem den Mitgliedern Lob und Anerkennung für die ehrenamtliche Arbeit in den Vereinen.
Gesprächsrunde mit Staatsminister und Ehrengast Joachim Herrmann
Für die Bayerische Staatsregierung überbrachte Innenminister Joachim Herrmann dem Stadtverband die Jubiläumsglückwünsche: „Sie blicken zurück auf ein Dreiviertel-Jahrhundert voller Engagement, Gemeinschaft und Begeisterung für den Sport. Es sind Jahrzehnte, in denen Menschen Verantwortung übernommen, Vereine aufgebaut, Kinder und Jugendliche begleitet und den Sport in Bamberg zu dem gemacht haben, was er heute ist: ein lebendiger, unverzichtbarer Teil des gesellschaftlichen Lebens.“ Der bayerische Sportminister bezeichnete die Gründung eines zentralen Verbandes vor 75 Jahren als sehr weitsichtig, weil dieser Sportinteressen bündele und den Weg Bambergs hin zu einer vitalen Sportstadt aufmerksam begleite. Und, so Herrmann weiter: „Eine Institution, die verbindet, hält zusammen, schafft ein Miteinander, das die junge Demokratie damals als wichtige Säule mitgetragen hat. Und auch heute sind derartige Verbände unverzichtbar. In einer Zeit der Polarisierung, in der Vielfalt gelebt werden muss, um sie gelingen zu lassen, braucht es solche starken Partner.“
Stadtverband fördert und entwickelt den Sport
Der Innenminister sprach jedoch nicht nur ein Grußwort. In einer moderierten Gesprächsrunde berichtete Herrmann, dass er immer wieder gerne nach Bamberg komme, „weil es eine faszinierende Stadt ist, in der ich wunderbare Menschen treffe.“ Der Innenminister, der auch für den Sport in Bayern zuständig ist, antwortete zudem auf Fragen zum Ehrenamt, zum im Herbst beschlossenen Bayerischen Sportgesetz und über die gesammelten Medaillen der deutschen Mannschaft bei den Olympischen Winterspielen („Man darf nicht immer auf die Zahl der Medaillen schauen. Es ist doch ein großartiges Ergebnis, wenn man bei einem weltweiten Wettbewerb Vierter wird). Oberbürgermeister Andreas Starke überbrachte die Glückwünsche der Stadt Bamberg. In seiner Rede dankte das Stadtoberhaupt dem Stadtverband für seine Arbeit: „Der Stadtverband gehört zu den Institutionen, die den Sport in der Stadt fördern und entwickeln. Das, was in den Vereinen gerade mit jungen Menschen geleistet wird, kann eine Jugendpolitik im Rathaus niemals ersetzen.“ Grußbotschaften gab es auch von anderen Stellen. Sie wurden als Video oder Sprachbotschaft übermittelt von Verena Bentele, VdK-Vorsitzende, vom Vorstandsvorsitzenden des DOSB, Otto Fricke, und dem Präsidenten des BLSV, Jörg Ammon.
Mit dem mehrfachen Kunstradfahr-Weltmeister Lukas Kohl präsentierte der Stadtverband einen jungen Sportler aus der Region. Der aus Kirchehrenbach stammende 30-Jährige sprach über seinen Sport und kommentierte einen etwa 8-minütigen Videoausschnitt aus einem weltweiten Wettbewerb. „Er war in Hongkong vorgesehen, konnte dann aber dort nicht stattfinden. Dann habe ich mich beim Verband gemeldet und den Wettkampf nach Ebermannstadt geholt“, erzählte Kohl.
Der Stadtverband für Sport in Bamberg e.V. – er versteht sich als starker Ansprechpartner für die Vereine rund um den Sport in Bamberg. Unter seinem Dach sind derzeit 57 Vereine mit zusammen etwa 40.000 Menschen organisiert. Mehr über den Stadtverband gibt es online unter www.sportverband-bamberg.de
Fotos: Daniel Löb

