Glück im Beruf?
„Arbeit ist kein Hobby“
Es ist eine Frage, die immer Stoff für Studien gibt. Welche Berufe machen glücklich. „Gibt es das überhaupt?“, fragen an dieser Stelle die Dauernörgler und Arbeitsallergiker, also die Menschen, die ihren Beruf im Grunde als Strafe Gottes sehen und meist auch in ihrer Freizeit nicht wirklich etwas Sinnvolles mit sich anfangen können. Ja, gibt es! Und das Erstaunliche: Glück und Gesundheit im Beruf haben mit dem Gehalt erst einmal gar nichts zu tun.
Glück ist ein „Zustand der inneren Befriedigung und Hochstimmung“, definiert der DUDEN. Und weiter: Glück ist eine „angenehme und freudige Gemütsverfassung, in der man sich befindet, wenn man in den Besitz oder Genuss von etwas kommt, was man sich gewünscht hat“. „Interessante Herausforderungen“ oder „das Gefühl, Gutes zu tun“ sind Grundpfeiler der beruflichen Zufriedenheit.
„Fordern, aber nicht überfordern“ lautet die goldene Regel für Arbeitgeber an ihr Team. Hilfreich ist auch, einen Sinn in der täglichen Arbeit zu erkennen, also die Überzeugung gebraucht zu werden und zu etwas Gutem beitragen zu können. Dabei spielt es keine Rolle, ob man sein „tägliches Brot“ in der Pflege, im Handwerk, bei der Feuerwehr, als Friseur oder Musiker verdient.
Und dann ist da noch die Wertschätzung. Lobende Worte von Kollegen und Vorgesetzten sind der Turbobooster fürs Betriebsklima und die persönliche Leistungsbereitschaft. Und – jetzt kommen wir doch wieder zurück zum Geld: Wertschätzung durch Bezahlung, einen angemessenen Lohn für seine Leistung zu bekommen, sorgt für ein gutes Gefühl.
„Arbeit ist kein Hobby“, hat es Schorschla gelernt. Und längst verinnerlicht. Ja, es gibt diese Tage, an denen einem so vieles nicht gelingen will. Dann kommen meist noch zwei, drei Anrufe dazu von Menschen, die gefühlt von einem anderen Stern kommen. Noch schnell ein Computerabsturz und eine lärmende Baustelle vor dem Bürofenster. Sie kennen das. Diesen „Murphys-Law-Day“, an dem das Marmeladenbrot natürlich mit der klebrigen Seite auf die ausgedruckte Projektpräsentation fällt. Ja, diese Tage gibt es auch, aber hier kommt der Gedanke an die eigene Gesundheit ins Spiel. Verdammt, das sind doch meine Nerven ... Mach Dich mal nicht verrückt … Da gibt es doch viel, viel Schlimmeres … Jetzt Augen zu und durch … Und die Situation mit Erfahrung, Humor und der Hilfe der Kolleginnen und Kollegen retten. Ja, in diesen Momenten zahlt es sich aus, Teamwork auch im Büro zu leben. Wenn alles rund läuft, schafft ja jeder seinen Job locker alleine. Aber eben dann, wenn’s richtig hakt, trennt sich die Spreu vom Weizen. Dann sollte man zusammenhelfen, nicht lange nachfragen, sondern ruhig, logisch und unaufgeregt Lösungen finden.
Sie meinen, das ist alles selbstverständlich und fragen sich, weshalb es Schorschla über Glück im Beruf überhaupt schreibt? Für den „Work-Happiness-Report“, der seit 2022 jährlich erscheint, jährlich 1000 Arbeitnehmer – sowohl Führungskräfte als auch Angestellte – aus unterschiedlichen Branchen im Alter von 18 bis 65 Jahren befragt. Erstaunlich: Ein Drittel der Arbeitnehmer denkt sehr häufig bis eher häufig ans Kündigen, nur knapp jeder Vierte hat noch nie darüber nachgedacht, den Job zu wechseln.
Es Schorschla rät an dieser Stelle, die Lebensweisheit des amerikanischen Schriftstellers Mark Twain zu verinnerlichen: „Je mehr Vergnügen du an deiner Arbeit hast, um so besser wird sie bezahlt“.