Besser hätte es die Auslosung kaum meinen können: Gleich zum Auftakt in die neue Spielzeit erwartet die Fußballfans in Bamberg ein echtes Derby. In der Qualifikation zur 1. Runde des Toto-Pokals trifft der FC Eintracht Bamberg am Samstag, 4. Juli, um 19.30 Uhr auf der Rudi-Ziegler-Sportanlage in Wildensorg auf den Stadtrivalen DJK Don Bosco Bamberg.
Es ist das erste Pflichtspiel für beide neu formierten Mannschaften – und zugleich das erste Bamberger Derby seit zwei Jahren. Die Neugier auf beide Teams dürfte entsprechend groß sein. Viele Zuschauer werden erwartet, wenn es auf dem Kunstrasen in Wildensorg um den Einzug in die nächste Pokalrunde und natürlich auch um jede Menge Prestige geht.
Vor zwei Jahren ein mühsames 2:1 im Pokal
Bereits im August 2024 standen sich beide Mannschaften im Toto-Pokal an gleicher Stelle gegenüber. Damals setzte sich der FC Eintracht als Regionalligist nur knapp mit 2:1 gegen den damaligen Landesligisten durch. Knapp zwei Jahre später begegnen sich beide Vereine nun auf Augenhöhe in der Bayernliga – beste Voraussetzungen für einen spannenden Pokalabend.
Für FCE-Cheftrainer Patrick Sulewski spielt der frühe Zeitpunkt der Begegnung in der Saison keine Rolle. „Ich glaube, im Fußball gibt es keinen perfekten Zeitpunkt für so ein Spiel. Der Wettkampfmodus beginnt am Samstag um 19.30 Uhr – und dann müssen und werden wir bereit sein. Deshalb machen wir uns keine Gedanken darüber, ob ein späterer Termin besser gewesen wäre. Die Vorfreude ist riesig. Ein Derby im Pokal zum Auftakt ist etwas Besonderes. Wir haben richtig Bock auf das Spiel und wollen im ersten Pflichtspiel direkt zeigen, wie wir uns als Mannschaft künftig präsentieren möchten.“
Sulewski verspricht offensiven Auftritt
Die Vorbereitung stimmt den neuen Cheftrainer durchaus optimistisch. Nach überzeugenden Auftritten in den Testspielen, in denen die Domreiter mit mutigem Offensivfußball überzeugten, soll dieser Weg nun auch im Pokal-Kracher fortgesetzt werden. Gleichzeitig mahnt Sulewski zur Einordnung: „Prestige hin oder her – am Ende ist es ein Pflichtspiel, und wir wollen gewinnen. Die Testspiele waren wichtig, aber sie sind eben auch nur Testspiele und deshalb weder über- noch unterzubewerten. Wir sind eine sehr junge Mannschaft und wollen uns Schritt für Schritt weiterentwickeln. Am Samstag wollen wir den ersten Schritt im Pflichtspielbetrieb machen und zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“
Wer im Derby beginnen wird, lässt der 28-Jährige bewusst offen. „Nein, dafür ist es noch viel zu früh. Wir sind eine wahnsinnig junge Mannschaft und haben uns ganz bewusst auf die Fahne geschrieben, unsere jungen Spieler weiterzuentwickeln. Dafür brauchen sie Spielminuten und vor allem Vertrauen. Wir werden über die gesamte Saison den ganzen Kader brauchen. Eine Stammformation wird sich, wenn überhaupt, erst im Laufe der Saison herauskristallisieren.“
Die Domreiter setzen auf ihre Fans: Wildensorg soll zum Heimspiel werden
Neben der sportlichen Bedeutung hofft Sulewski vor allem auf eine stimmungsvolle Kulisse. „Wir hoffen, dass unsere Fans genauso viel Lust auf dieses Derby haben wie wir. Natürlich wünschen wir uns, dass möglichst viele nach Wildensorg kommen werden, aber vor allem, dass sie die Mannschaft über die gesamten 90 Minuten lautstark unterstützen. Gerade für unsere vielen jungen Spieler kann das ein entscheidender Faktor sein.“
Der Trainer richtet zugleich ein Versprechen an die Anhänger der Domreiter: „Wir werden alles investieren, damit die Fans stolz auf ihre Mannschaft sein können. Gleichzeitig haben wir uns im Trainerteam vorgenommen, in dieser Saison noch mehr Nähe zu unseren Fans zu schaffen und uns für ihren großartigen Support auch etwas einfallen zu lassen. Denn wir wissen ganz genau: Gemeinsam mit unseren Fans sind wir einfach stärker.“

